Meldungen aus der Reha-Landschaft

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, wird gerade das erste Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB) in Schleswig-Holstein eingerichtet. Bundesweit gibt es über 50 aktive Zentren für Erwachsene mit schwerer Mehrfachbehinderung und intellektueller Beeinträchtigung. Deren Verteilung variiert deutlich: Während Bundesländer wie Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen vergleichsweise gut aufgestellt sind, existiert im Saarland noch gar kein MZEB, in einigen Bundesländern gibt es bislang nur ein solches Angebot.

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Im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) haben der Verein in „adis e.V. – Antidiskriminierung – Empowerment – Praxisentwicklung“ aus Tübingen und das Antidis­kriminierungs­büro Sachsen e.V. (ADB Sachsen) eine Sammlung von 31 Beispielen guter Praxis gegen Diskriminierung in Schulen erstellt. 19 davon betreffen u. a. auch die Kategorie Behinderung.

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Jugendliche mit Beeinträchtigung werden deutlich häufiger diskriminiert als Jugendliche ohne Beeinträchtigung. Lediglich die Hälfte der jungen Menschen mit Beeinträchtigung ist mit ihrem Leben insgesamt zufrieden. Das sind Ergebnisse des „Inklusionsbarometer Jugend“ der Aktion Mensch – der ersten bundesweiten Vergleichsstudie zu Teilhabechancen von jungen Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren mit und ohne Beeinträchtigung.

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Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) hat sich im August 2024 zu einem Entwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für eine Maßnahmenübersicht zum Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen positioniert. Die geplanten Maßnahmen bleiben aus Sicht des Verbands weit hinter den zahlreichen Vorschlägen von Verbänden und Organisationen wie auch aus der DVfR im Rahmen des bisherigen Beteiligungs­verfahrens zurück. Sie reichen keinesfalls aus, um ein inklusives Gesundheits­wesen zu verwirklichen.

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Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat die Bundesregierung und das Parlament aufgefordert, die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) zügig auf den Weg zu bringen. Die Reform sei dringend notwendig, damit Menschen mit Behinderungen endlich eine Chance auf gleichberechtigte Teilhabe bekommen.

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