Sucht und kognitive Beeinträchtigung
25.-26.11.2026
Berlin
Suchtmittel sind omnipräsent. Kaffee, Nikotin und digitale Medien werden im Zweifel bereits konsumiert, bevor man wirklich wach ist. Energiedrinks, Videospiele und Alkohol gehören für viele Menschen zum Alltag. Auch der Konsum einer Reihe illegaler Substanzen ist zu einer gewissen Normalität geworden.
Der offensichtlichen Gefahr dieser Freiheit, Suchtmittel – stoffgebunden oder nicht – missbräuchlich zu konsumieren bzw. eine Sucht zu entwickeln, sind auch Menschen mit sogenannter kognitiver Beeinträchtigung ausgesetzt. Wenngleich die Entwicklung der Suchtproblematik innerhalb dieser Personengruppe bis heute kaum statistisch erfasst wurde, ist durch die ständige Verfügbarkeit der Suchtmittel auch im digitalen Raum sowie durch das gesetzlich verankerte Bestreben einer selbstbestimmten und gleichberechtigten Teilhabe, von einem Anstieg auszugehen.
Gleichzeitig sind die Suchthilfe-Angebote spezifisch für den Personenkreis Mensch mit kognitiver Beeinträchtigung relativ selten, allgemeine Suchthilfe-Angebote häufig nicht ausreichend zugänglich, was zusammen zu einer Unterversorgung führt.
Schwerpunkte:
- Allgemeine Einführung in die Problematik des Suchtmittelmissbrauchs und der Abhängigkeit, multimodale Erklärungsmodelle und Vulnerabilitäten
- adäquater bzw. inadäquater Umgang mit suchtkranken und suchtgefährdeten Menschen, Prävention – Veränderungsmotivation – Ressourcenorientierung – Co-Abhängigkeit
- Paradox der Selbstbestimmung: Reflexion des Spannungsfeldes Selbstbestimmung vs. fürsorgliche Fremdbestimmung
- Probleme und Lösungsansätze in der Beratung und in der Therapie suchtmittelabhängiger Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung
Methode:
- Vortrag mit Präsentation, Kleingruppenarbeit, moderierter Erfahrungsaustausch/Diskussion, ggf. Moderation dre mitgebrachten Fallbeispiele (siehe Hinweis)
Hinweis:
Es gibt vielfältige Suchtmittel und Verhaltenssüchte. Teilnehmende werden gebeten, ein ihrerseits ggf. bestehendes spezifisches Interesse für ein Suchtmittel oder eine Verhaltenssucht im Vorfeld mitzuteilen, damit es berücksichtigt werden kann.
Lebenshilfe Berlin
Lebenshilfe Bildung gGmbH
Böttgerstraße 21
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