4. Kongress der Teilhabeforschung
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10.-11.09.2026
Siegen
Auch 20 Jahre nach der Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) im Jahr 2006 stellt sich die Frage: Wie kann gleichberechtigte Teilhabe auf lokaler Ebene verwirklicht werden? Mit 192 Vertragsparteien ist die UN-BRK eines der bedeutendsten Menschenrechtsdokumente – doch ihre Umsetzung entscheidet sich nicht zuletzt dort, wo Menschen mit Beeinträchtigungen ihren Alltag leben: in den Kommunen. Welche Rolle spielt die lokale Ebene bei der Verwirklichung von Teilhabe? Wie können Kommunen inklusive Strukturen, Prozesse und Praktiken entwickeln? Und welchen Beitrag leistet die Teilhabeforschung in transdisziplinären Lernprozessen zur Gestaltung inklusiver Gemeinwesen?
Der Vierte Kongress der Teilhabeforschung nimmt das 20-jährige Jubiläum der UN-BRK zum Anlass, diese Fragen aus lokaler und globaler Perspektive zu beleuchten und nach Wegen zu einer gleichberechtigten Teilhabe zu suchen.
- Die Ermöglichung einer selbstbestimmten Lebensführung für Menschen mit Behinderungen auf der Grundlage von Wahlmöglichkeiten, wie sie für alle anderen Mitglieder der Gesellschaft gelten, erfordert geeignete Maßnahmen, z. B. den Abbau von Sondereinrichtungen zugunsten inklusiver Alternativen und Unterstützungsangebote. Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht z. B. hinsichtlich sozialrechtlicher Reformen, Neuausrichtung von Förderprogrammen, inklusionsorientierter Unterstützungsangebote sowie der Gesamt- und Teilhabeplanung.
- Auf kommunaler Ebene entwickelt sich die Politik im Feld der Behinderung dynamisch. Hier besteht die Herausforderung darin, Planungen konsequent an der UN-BRK auszurichten, partizipativ zu gestalten und verschiedene Lebensbereiche (u.a. Bildung, Jugendhilfe, Freizeit, Altern) mit Querschnittsthemen (u.a. Mobilität, Barrierefreiheit, Digitalisierung) zu verknüpfen.
- Der Kongress weitet den Blick für europäische und globale Perspektiven und fokussiert die internationale Zusammenarbeit gemäß Artikel 32 der UN-BRK zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren einschließlich der Selbstvertretungsorganisationen und Wissenschaften in Nord-Süd-, Süd-Nord-, Süd-Süd- und Nord-Nord-Dimensionen. Globale Rahmenwerke wie die UN 2030 Agenda, das Sendai Framework und die New Urban Agenda betonen die Bedeutung „inklusiver Städte und Gemeinden“ mit barrierefreier Infrastruktur und partizipativen Planungsprozessen.
Über diese Schwerpunkte hinaus lädt der Kongress – wie gewohnt – zu Beiträgen aus der gesamten Breite der Teilhabeforschung ein. Dazu gehören etwa Studien zu Arbeit und Beschäftigung, Wohnen mit Unterstützung, digitaler Teilhabe, Gesundheit und Rehabilitation, Sport und Freizeit, politischer und kultureller Teilhabe oder Bildung und Lernen.
Der Kongress begrüßt vielfältige methodische Zugänge zur Teilhabeforschung: von quantitativen Studien über qualitative Analysen bis hin zu Mixed-Methods-Ansätzen, von partizipativen und emanzipatorischen Forschungsdesigns über ethnographische Arbeiten bis zu theoretisch-konzeptionellen Beiträgen. Besonders willkommen sind innovative Forschungsansätze, die Menschen mit Behinderungen als Co-Forscher*innen einbeziehen oder neue Wege der Wissensproduktion in der Teilhabeforschung erproben.
Aktionsbündnis Teilhabeforschung (AB THF), Universität Siegen (Uni Siegen)
Aktionsbündnis Teilhabeforschung e. V.
Salvador-Allende-Platz 11
07747 Jena
Tel.: 03641 234795
E-Mail: aktionsbuendnis@teilhabeforschung.org
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Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit
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