03.02.2026

Medizinische Reha zunehmend gefragt

Die Anzahl medizinischer und von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) durchgeführter Reha-Leistungen ist im Jahr 2024 erneut gestiegen. Auslöser sind in den meisten Fällen orthopädische Erkrankungen, gefolgt von psychischen Erkrankungen. Diese und weitere Fakten sind im Reha-Atlas 2025 der DRV in kurzen Texten und Grafiken zusammengefasst.

Dass Rehabilitationen bereits vor der Corona-Pandemie stetig zunahmen, lässt sich laut Reha-Atlas vor allem mit der demografischen Entwicklung erklären: Die Generation der Babyboomer (meist zwischen 1955 und 1969 Geborene) habe ein Alter erreicht, in dem zunehmend Reha-Leistungen notwendig würden. Von 2023 bis 2024 stiegen die medizinischen Reha-Leistungen von rund 994.000 auf etwas über 1 Million bzw. um knapp 6 Prozent.

Eine weitere Zunahme macht sich im Bereich der ambulanten Reha-Leistungen bemerkbar: Ihre Anzahl hat sich in den Jahren 2006 bis 2024 mehr als verdoppelt (auf 16 Prozent im Jahr 2024), während der Anteil stationärer Reha-Leistungen im gleichen Zeitraum von 90 auf etwa 80 Prozent gesunken ist. Gestiegen ist auch das durchschnittliche Alter der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden: von knapp 51 auf etwas mehr als 53 Jahre.

Neben den medizinischen Reha-Leistungen finanziert die Rentenversicherung Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA), auch als „berufliche Rehabilitation“ bekannt. Dazu zählen Aus- und Weiterbildungsangebote, technische Hilfen oder auch finanzielle Unterstützung für den Arbeitgeber, um einen Arbeitsplatz bedarfsgerecht anzupassen. Insgesamt wurden dem Reha-Atlas zufolge rund 118.000 LTA im Jahr 2024 abgeschlossen. Davon entfielen rund zwei Drittel auf Männer. Frauen und Männer, die im Berichtsjahr Leistungen zur beruflichen Rehabilitation wahrnahmen, waren im Schnitt etwas jünger als Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im medizinischen Bereich, nämlich 49,2 bzw. 50,3 Jahre alt.

Der Reha-Atlas nimmt in einer Grafik auch die Jüngsten in den Blick. Unter der Überschrift „Damit der Start gelingt“ wird u. a. aufgezeigt, dass die beantragten Kinder- und Jugendrehabilitationen nach einem Einbruch im Jahr 2020 wieder kontinuierlich zugenommen und mit rund 57.000 Anträgen 2024 fast wieder vorpandemisches Niveau erreicht haben.

Zum Reha-Atlas 2025

(Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund)