25.02.2026

Lebenshilfe kämpft gegen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe

Die Lebenshilfe hat die bundesweite Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ gestartet, um gegen mögliche Kürzungen bei der Eingliederungshilfe zu protestieren. Erklärtes Ziel ist es, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie wichtig diese Leistungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Unterstützungsbedarf sind.

Anlass für die Kampagne ist u. a. die von Bundeskanzler Friedrich Merz geäußerte Kritik an den steigenden Kosten bei der Eingliederungshilfe und die ebenfalls von Merz zur Diskussion gestellten Kürzungen an den Leistungen für Menschen mit Behinderungen.

„Eingliederungshilfe ist kein Luxus!“, hält Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D., in der Pressemitteilung zur Kampagne dagegen. Die kritisierten Kostensteigerungen seien vielmehr auf die hohen Inflationsraten vergangener Jahre, die Tariflohnentwicklung und gestiegene Fallzahlen zurückzuführen.

Fast täglich neue, unzumutbare Sparvorschläge sorgten bei Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen für eine wachsende Angst, schreibt die Lebenshilfe weiter. Einsparpotenzial sieht der Verband „allenfalls im Abbau von Bürokratie“. Dafür könnten beispielsweise die Überprüfungsintervalle für den Bedarf an Eingliederungshilfe verlängert und die Leistungsdokumentation vereinfacht werden.

Wer sich weiter informieren und/oder die Initiative der Lebenshilfe unterstützen möchte, findet auf einer eigenen Kampagnenseite umfangreiche Informationen: von den Hintergründen über die politischen Forderungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe seitens der Lebenshilfe und anderer Verbände bis hin zu Vorlagen, die zur eigenen On- und Offlinekommunikation genutzt werden können.

Zur Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“

(Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe)

Weitere Informationen

Zur DVfR-Meldung „Wenn Menschen mit Behinderungen zum (Kosten)Problem gemacht werden“ vom 23.02.2026

Zur Pressemitteilung „Verbände kritisieren ausufernde Spardiskussion um Eingliederungshilfe“ vom 25.02.2026 auf der Website des Bundesverbands für körper- und mehrfachbehinderte Menschen