Jürgen Dusel bleibt Behindertenbeauftragter des Bundes
Jürgen Dusel ist erneut zum Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen berufen worden. Der 60-jährige Jurist übt diese Aufgabe seit 2018 aus.
„Jürgen Dusel ist eine starke Stimme für Teilhabe – und ein unbequemer Mahner, wenn Barrieren im Kopf und im Leben Menschen mit Behinderungen ausgrenzen. Ich schätze seine klare Haltung und seinen beharrlichen Einsatz – und freue mich auf den gemeinsamen Austausch“, sagt Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas laut einer Pressemitteilung.
Der oder die Behindertenbeauftragte wird vom Bundeskabinett jeweils für die Dauer einer Legislaturperiode bestellt. Die Aufgaben sind durch das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) festgelegt. Der Beauftragte steht in engem Austausch mit Verbänden und Selbstvertretungsorganisationen und erhält dadurch differenzierte Einblicke in die Probleme, Erwartungen und Ansprüche von Menschen mit Behinderungen. Innerhalb der Bundesregierung nimmt er Einfluss auf politische Entscheidungen und begleitet aktiv die Gesetzgebung – die Möglichkeit, z. B. Behörden Weisungen zu erteilen oder ein bestimmtes Handeln vorzuschreiben, hat er jedoch nicht.
Das große Vertrauen, das Bundesministerin Bärbel Bas und das Bundeskabinett ihm mit der Wiederernennung entgegenbringen würden, freue und ehre ihn sehr, wird Jürgen Dusel in der Pressemitteilung zitiert. Er betont auch: „Inklusion ist eine Querschnittsaufgabe für alle Ressorts der Bundesregierung. Das bedeutet: Alle sind in der Pflicht.“ Nun müsse es darum gehen, die inklusionspolitischen Verabredungen im Koalitionsvertrag auch mit konkreten Maßnahmen umzusetzen.
Jürgen Dusel wird den DVfR-Kongress „Teilhabe und Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen“ am 28. und 29. Oktober 2025 als Kongresspräsident eröffnen.
(Quellen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen)