In sechs Minuten zu mehr Wissen: Social Media barrierearm gestalten
Ob Veranstaltungen, Sportergebnisse oder der neueste Promi-Klatsch: Viele Menschen nutzen soziale Medien täglich, um sich zu informieren. Umso wichtiger ist es, die auf den Plattformen veröffentlichten Beiträge auch blinden, sehbehinderten und hörsehbehinderten Menschen zugänglich zu machen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) gibt in einem neuen Video und auf einer begleitenden Website praktische Tipps für mehr Barrierefreiheit in Social Media.
Jedes Bild sollte mit einer Bildbeschreibung versehen werden, empfiehlt der DBSV. Diese sogenannten Alternativtexte können von Screenreadern vorgelesen werden und so vermitteln, was auf dem Bild zu sehen ist. Wichtig sei auch, dass Fotos nicht zu kleinteilig und gut erkennbar sind, z. B. durch deutliche Kontraste zwischen Vorder- und Hintergrund. Videos sollten nicht nur mit Untertiteln unterlegt werden, sondern den Inhalt auch über die Tonspur vermitteln.
Hashtags sollten möglichst am Ende eines Beitrags platziert werden, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen. Außerdem ist es ratsam, bei zusammengesetzten Hashtags jedes neue Wort mit einem Großbuchstaben zu beginnen. Dann lesen Screenreader die Wörter mit kurzen Pausen dazwischen vor.
Emojis können verwendet werden – allerdings sparsam und möglichst nicht in Nutzernamen, wo sie bei jedem Post mit vorgelesen werden. Fettdruck, kursive Schrift oder Ähnliches können in Social-Media-Posts durch die Verwendung von Unicode-Zeichencodes erreicht werden. Doch kann auf diese Weise formatierter Text von Screenreadern nicht erfasst und somit auch nicht vorgelesen werden.
Künstliche Intelligenz (KI) kann eine Unterstützung sein, um Bildbeschreibungen oder Untertitel zu erstellen. Doch wie immer beim Einsatz von KI gilt auch für Social Media: Das Ergebnis sollte auf jeden Fall kontrolliert und bei Bedarf korrigiert werden.
Weitere Informationen
Zum Video „7 Schritte zu barrierefreien Social Media Posts“ auf YouTube
Zur Seite „Social Media barrierefrei“ auf der Website des DBSV
(Quelle: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband)