DVE und DVfR: Seit vielen Jahren eng miteinander verbandelt
Der Deutsche Verband Ergotherapie (DVE) ist seit 1965 Mitglied in der DVfR. Seit fast 15 Jahren ist der DVE auch im Geschäftsführenden Vorstand der DVfR aktiv. Was die DVfR auszeichnet, wie sich die Zusammenarbeit zwischen beiden Verbänden über die Jahre entwickelt hat und was Menschen an einem Engagement in der DVfR reizt, beschreibt der Artikel „Seit vielen Jahrzehnten ein Dreamteam“.
Autor des zweiteiligen Beitrags ist Arnd Longrée. Er war von 2006 bis 2018 DVE-Vorsitzender und von 2016 bis 2024 erster stellvertretender Vorsitzender der DVfR.
Der DVE sei sich der besonderen Rolle der DVfR im Bereich der Rehabilitation früh bewusst gewesen, schreibt Longrée im ersten Teil seines Beitrags. Die DVfR ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der die Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungsträger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Expertinnen und Reha-Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Einzigartigkeit der DVfR bestehe im gemeinsamen Zusammenwirken vieler Akteure, die sonst eher unterschiedliche Interessen verfolgten. „Innerhalb der DVfR jedoch gilt es, die gleichberechtigte Zusammenarbeit zu gestalten und vor allem das Verbindende in den Mittelpunkt zu stellen, weniger das Trennende.“
Der Autor skizziert den Aufbau der DVfR und stellt Aktivitäten des Verbandes wie z. B. die moderierten Online-Diskussionen im Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“, den zweijährlichen DVfR-Kongress und nicht zuletzt die interprofessionell besetzten Fachausschüsse der DVfR vor. Letztere erarbeiten regelmäßig verschiedene Stellungnahmen und Positionspapiere, die häufig auch die Ergotherapie bzw. den Heilmittelbereich direkt beträfen.
Longrée beschreibt die Zusammenarbeit von DVE und DVfR als bereichernd: Sowohl inhaltlich als auch strukturell könnten Brücken geschlagen werden, um dem gemeinsamen Anliegen – der größtmöglichen Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen – näherzukommen.
Zweiter Teil lässt Engagierte zu Wort kommen
Der zweite Teil des Beitrags lässt in sieben Kurzinterviews Menschen zu Wort kommen, die sich in der DVfR engagieren. So schildern zwei Ergotherapeutinnen, was für sie den Reiz an der Mitarbeit in einem DVfR-Fachausschuss ausmacht. Eine Vertreterin der Logopädie und eine Vertreterin der Physiotherapie berichten, inwiefern ihre Berufsgruppe von einer Mitgliedschaft bzw. einem Engagement in der DVfR profitiert.
Reimund Klier, ehemaliges DVE-Vorstandsmitglied für Versorgung und Kostenträger, Andreas Hörstgen, DVE-Geschäftsführer und seit Ende 2024 Beisitzer im Geschäftsführenden Vorstand der DVfR, und der langjährige DVfR-Vorsitzende, Dr. med. Matthias Schmidt-Ohlemann, erinnern sich in ihren Antworten, wie ihr Wirken in der und für die DVfR begann. Schmidt-Ohlemann betont dabei noch einmal die interprofessionelle Zusammenarbeit: „In der DVfR ist es möglich, tatsächlich interdisziplinär und sektorenübergreifend mit anderen Expertinnen und Experten zu denken und zu arbeiten und so Impulse zu setzen oder daran mitzuwirken.“
Die beiden Beiträge sind in der Fachzeitschrift „Ergotherapie und Rehabilitation“, 2026, Nr. 3 bzw. Nr. 6 erschienen. Wir danken der Schulz-Kirchner Verlag GmbH für die freundliche Genehmigung der Zweitveröffentlichung.
Beitrag „Der DVE und die DVfR (Teil 1)“
Beitrag „Der DVE und die DVfR (Teil 2)“
(Quelle: Schulz-Kirchner Verlag GmbH)