30.11.2018

Bremer Heimstiftung erhält Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2018

Für ihre vorbildliche Arbeit und Verbesserung der Teilhabe und Selbstbestimmung pflegebedürftiger Menschen wurde die Bremer Heimstiftung (BHS) mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2018 geehrt. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) verlieh diese Auszeichnung während ihrer Mitgliederversammlung am 27. November in Frankfurt am Main.

von links: K.-Dieter Voss, Dr. Rudolf Siegert, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR) und Günter Ralle-SanderNach dem Motto „Mitten im Leben“ gestaltet die Bremer Heimstiftung für pflegebedürftige Menschen ambulante Wohn- und Lebensformen inmitten der Gemeinschaft und vernetzt diese mit Angeboten der Betreuung, Pflege, Gesundheitsversorgung und Rehabilitation.

„Die Bremer Heimstiftung versteht sich als ‚Motor‘ gemeinwesenorientierter Versorgungs-Netzwerke für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Und – für einen Träger der Altenhilfe besonders bemerkenswert – die Bremer Heimstiftung ergriff die Initiative zur Gründung der Mobilen Rehabilitation Bremen GmbH und schloss damit eine Lücke bei Rehabilitationsangeboten für multimorbide und pflegebedürftige Menschen in Bremen“, betonte K.-Dieter Voß, Vorstandsmitglied der DVfR, in seiner Laudatio.

Die Mobile Rehabilitation Bremen GmbH, deren Gesellschafter die Bremer Heimstiftung und der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord sind, unterhält inzwischen zwei Standorte, ein dritter wird derzeit vorbereitet. Sie versorgt Menschen, die in anderen Rehabilitationsformen nicht erfolgreich rehabilitiert werden können oder aber ihr häusliches Umfeld oder das Pflegeheim nicht verlassen können oder wollen. „Mobile Rehabilitation ist nachweislich erfolgreich. Sie unterstützt Menschen mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Pflegebedürftigkeit dabei, Teilhabechancen zurückzugewinnen und in der eigenen Wohnung oder der Wohngruppe verbleiben zu können, statt vorschnell in die dauerhafte stationäre Pflege übersiedeln zu müssen“, fasste Voß das Ergebnis eines Forschungsprojektes des Bundesgesundheitsministeriums über die mobile Reha in Bremen zusammen.

Günter Ralle-Sander, Leiter der Abteilung Gesundheit in der Bremer Heimstiftung und Geschäftsführer der Mobilen Reha Bremen GmbH, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Dr. Rudolf Siegert, Chefarzt am Klinikum Bremen-Ost sowie Medizinischer Geschäftsführer Mobile Reha Bremen GmbH, entgegen. „Für uns ist diese Auszeichnung ein Ansporn, weiter innovativ an neuen Zukunftskonzepten zu arbeiten“, sagte Ralle-Sander. Dr. Siegert unterstrich in seiner Dankesrede die Bedeutung der mobilen Reha: „Mit mobiler Reha versorgen wir eine Klientel, die sonst keine Reha bekommt.“ Er betonte, dass die mobile Reha nicht nur lokal weiterentwickelt werden soll. Vielmehr setze sich die Stiftung dafür ein, das erfolgreiche Konzept der mobilen Reha auch bundesweit zu verbreiten. Derzeit gibt es auf Bundesebene insgesamt lediglich 15 Einrichtungen der mobilen Rehabilitation. „Die Medaille wird ein Ansporn sein, an dieser Stelle weiterzumachen“, so Dr. Siegert.

Weitere Informationen

Laudatio von K.-Dieter Voß

Urkunde zur Verleihung der Medaille

Website der Bremer Heimstiftung

Weitere Informationen über die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille.