Neue Ausgabe von REHADAT-Wissen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Down-Syndrom
Die jüngste Ausgabe der Reihe „REHADAT-Wissen“ widmet sich dem Thema Down-Syndrom im Arbeitsleben. Die Online-Publikation schildert Merkmale und Begleiterscheinungen des Down-Syndroms, zeigt Lösungsansätze für den Arbeitsalltag auf und gibt einen Überblick über Beratungs- und Fördermöglichkeiten, die die Einstellung von Beschäftigten mit Down-Syndrom unterstützen können.
Der Broschüre zufolge leben hierzulande ca. 50.000 Menschen mit Down-Syndrom. Dieses ist aufgrund des in allen Zellen dreimal vorhandenen Chromosoms 21 auch unter dem Namen „Trisomie 21“ bekannt. Die Behinderung wirkt sich auf die Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben aus: Die Betroffenen haben ein überdurchschnittlich hohes Risiko, keinen Job zu finden, oder gehen häufig in einer Werkstatt für behinderte Menschen einer Beschäftigung nach, die ihre individuellen Potenziale nicht ausschöpft.
In der Öffentlichkeit bestünden gelegentlich Unsicherheiten über die berufliche Leistungsfähigkeit von Menschen mit Down-Syndrom, heißt es im Kapitel „Auswirkungen auf das Arbeitsleben“ der REHADAT-Broschüre. Dabei seien diese in der Lage zu lernen und sich weiterzuentwickeln, wenn sie entsprechend unterstützt werden. Viele Menschen mit Down-Syndrom schätzten klare Strukturen und Routinen; Zeitdruck und Hektik bei der Arbeit könnten für sie dagegen herausfordernd sein. Informationen, etwa zu neuen Aufgaben, nähmen sie besonders gut auf, wenn diese visuell vermittelt werden. Dass Menschen mit Down-Syndrom oft sehr kontaktfreudig sind und gerne auf andere zugehen, mache sie vor allem in serviceorientierten Arbeitsbereichen zu wertvollen Teammitgliedern.
Um die Chancen und die Herausforderungen von Menschen mit Down-Syndrom im Berufsleben realistisch abbilden zu können, wurden Auszubildende und Berufstätige und zum Teil auch Angehörige und Bezugspersonen interviewt. Zielgruppen des kostenfrei zugänglichen Leitfadens sind neben Arbeitgebenden auch Kolleginnen, Arbeitsmediziner, Therapeutinnen und Fachleute im Feld der beruflichen Inklusion.
REHADAT ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus dem Ausgleichsfonds.
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(Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft Köln)