Tag der Amputierten
21.04.2026
bundesweit
Der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen e. V. (BMAB) will ab 2026 erstmals einen bundesweiten „Tag der Amputierten“ etablieren. Der Aktionstag ist für Dienstag, den 21. April 2026, vorgesehen und soll künftig jährlich im April stattfinden. Vorbild ist der in den USA etablierte „Limb Loss Awareness Month“.
Ziel des Aktionstages ist es, Menschen mit Amputationen und ihre besonderen Bedürfnisse stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Neben der Sensibilisierung der Bevölkerung sollen Empathie, Verständnis und gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Lebensrealität von Betroffenen gefördert werden.
Der Aktionstag soll durch Informationsangebote, Aktionen im öffentlichen Raum sowie Beiträge in lokalen und regionalen Medien begleitet werden. Eingebunden werden sollen unter anderem Selbsthilfegruppen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und weitere gesellschaftliche Akteure. Langfristig strebt der BMAB an, den „Tag der Amputierten“ dauerhaft im öffentlichen Kalender zu verankern.
Ziele des Tages:
- Menschen mit Amputation und ihre besonderen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen
- Empathie und Verständnis in der Bevölkerung fördern
- Sichtbarkeit für die Betroffenen und deren Versorgung erhöhen
Die Veranstaltenden laden jeden herzlich ein, den Tag aktiv mitzugestalten – z. B. durch:
- Kooperation mit Sanitätshäusern / Prothesenbauern:
- Info-Tage oder Tage der offenen Tür in lokalen Betrieben
- Präsentation der Arbeit von Versorgern und prothetischen Möglichkeiten
- Öffentlichkeitsarbeit:
- Berichte in der lokalen Presse über Ihre Selbsthilfegruppe
- Vorstellung des BMAB Peer-Projekts
- Hinweise auf den Tag in sozialen Medien oder öffentlichen Einrichtungen
Jede Aktivität, groß oder klein, trägt dazu bei, den „Tag der Amputierten“ in Deutschland bekannt zu machen und dauerhaft zu etablieren.
Hintergrund
Während andere Betroffenengruppen – etwa Menschen mit Krebs, Multipler Sklerose oder Querschnittlähmung – durch intensive Öffentlichkeitsarbeit sichtbar sind, bleiben Menschen mit Amputationen im Alltag häufig unerkannt. Moderne kosmetische und technische Versorgungen tragen zwar wesentlich zur Lebensqualität bei, führen jedoch zugleich dazu, dass Amputationen oft erst auf den zweiten Blick wahrgenommen werden.
„Amputierte kommen in politischen Debatten, in der Gesundheitsversorgung und in der öffentlichen Wahrnehmung schlicht zu selten vor“, sagte Dieter Jüptner, Präsident des Bundesverbands für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen (BMAB). „Mit dem Tag der Amputierten wollen wir diese Unsichtbarkeit durchbrechen und deutlich machen: Menschen mit Amputationen dürfen kein Randthema sein.“ Nach Angaben des BMAB gibt es in Deutschland jährlich schätzungsweise 40.000 bis 50.000 Neuamputationen. Der Verband sieht daher einen besonderen Handlungsbedarf, diesen Personenkreis stärker in den Fokus von Politik, Gesellschaft und Versorgung zu rücken.
Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e. V. (BMAB)
Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e. V. (BMAB)
Kleverkamp 24
30900 Wedemark
Tel.: 089 / 4161 740-10
E-Mail: tag-der-amputierten@bmab.de
Web: www.bmab.de
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