Sind ausgelagerte Werkstattplätze die Zukunft der WfbM?

Chancen und Herausforderungen bei der Verlagerung von Arbeitsplätzen in Betriebe

30.06.2026-01.07.2026
Kassel

Der Trend ist deutlich: Immer mehr Werkstätten verlagern Arbeitsgruppen oder Einzelarbeitsplätze in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes. Dienstleistungsangebote wie Cafés, Kantinen oder Läden in Innenstädten entstehen außerhalb der WfbM. In den Elbe-Werkstätten Hamburg sind bereits 40 % aller Arbeitsplätze ausgelagert, Tendenz steigend. Einzelne Einrichtungen verfolgen sogar das Ziel, langfristig weitgehend ohne eigene Werkstattgebäude zu arbeiten.

Für Beschäftigte eröffnen externe Arbeitsplätze neue Perspektiven: Mehr Teilhabe, Selbstständigkeit und soziale Integration. Sie erwerben zusätzliche berufliche und persönliche Kompetenzen und verbessern ihre gesellschaftliche Anerkennung. Auch Werkstätten profitieren: Sie modernisieren ihr Profil, erfüllen politische Erwartungen und erweitern die Arbeitsangebote für die Beschäftigen. Auch wirtschaftlich sind betriebsintegrierte Arbeitsplätze meist attraktiv.

Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen auf:

  • Wird die Werkstatt künftig weniger an Gebäude gebunden sein? Ist sie verteilt auf Stadt oder Region, mit Gruppen- und Einzelarbeitsplätzen, mit Dienstleistungen vor Ort?
  • Sind ausgelagerte Arbeitsplätze gar die Zukunft der WfbM?
  • Welche Chancen und Risiken liegen in dieser Diversifizierung und wie lässt sie sich sinnvoll gestaltet?
  • Welche Folgen hat sie für Beschäftigte mit höherem Unterstützungsbedarf, für bestehende Gebäude, Abläufe, Personal und Finanzen?
  • Und wie lassen sich Themen wie Vertretung, Beförderung, Entlohnung, Entwicklungsplanung oder der Einbezug von Werkstattrat und Frauenbeauftragten lösen?

Hinter all diesen Überlegungen steht die grundlegende Frage: Wie kann die Werkstatt mit ihren Möglichkeiten den gesellschaftlichen Inklusionsforderungen gerecht werden und sich organisatorisch, inhaltlich und wirtschaftlich zukunftsfähig aufstellen?

Die Teilnehmenden an dieser Tagung erwartet eine Mischung aus Praxisbeispielen und aktiver Arbeit. Vier unterschiedliche Einrichtungen zeigen, wie sie bereits Schritte zu stärkerer Öffnung und Regionalisierung umgesetzt haben. In praxisorientierten Arbeitseinheiten reflektieren die TeilnehmerInnen die Ausgangssituation der eigenen Werkstatt, entwickeln Ideen zur Weiterentwicklung und planen, wie Öffnungsprozesse konkret gestaltet werden können. Gemeinsam werden Hindernisse identifiziert, Lösungen entwickelt, und am Ende nehmen sie konkrete Entwicklungsperspektiven mit nach Hause.

53° NORD Agentur und Verlag (53° NORD)

53° NORD Agentur und Verlag

Ein Geschäftsbereich der GDW Mitte eG
Frankfurter Straße 227b
34134 Kassel

Katrin Euler

Inhaltliche Konzeption Seminare & Veranstaltungen

Tel.: 0561 47 59 66 - 53
E-Mail: veranstaltung(et)53grad-nord.com

Sabrina Vaupel

Veranstaltungsorganisation | Teilnehmermanagement | Kundenbetreuung

Tel.: 0561 475966-96
E-Mail: vaupel(ät)gdw-mitte.de

Hinweise zu einer Veranstaltung?

Möchten Sie eine Veranstaltung hier veröffentlichen? Wenden Sie sich bitte an:
Veranstaltungskalender@dvfr.de

Fragen zu einer Veranstaltung?

Bei Rückfragen zu einer bestimmten Veranstaltung kontaktieren Sie bitte den jeweiligen ► Veranstalter (s. „Kontakt“)!