Personenzentrierung als Auftrag des neuen Fachkonzepts
Methoden und Haltung in der Bildungs- und Entwicklungsplanung im EV/BBB
13.-14.04.2026
Kassel
Die Bundesagentur für Arbeit hat ein neues Fachkonzept für das Eingangsverfahren (EV) und den Berufsbildungsbereich (BBB) veröffentlicht. Eine der zentralen Neuerungen ist die konsequente Personenzentrierung. Mit dem neuen Fachkonzept wird der individuelle Eingliederungsplan zu einem verbindlichen und dynamischen Steuerungselement. Ziel ist es, Entwicklungsprozesse innerhalb der beruflichen Bildung nicht mehr für, sondern mit den Beschäftigten zu planen und umzusetzen.
Der Berufsbildungsbereich soll sich zu einer modularen, flexiblen und individualisierten Lernlandschaft entwickeln. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, müssen Menschen mit Behinderung in der WfbM und bei anderen Leistungsanbietern (aLA) so begleitet werden, dass ihre Wünsche, Fähigkeiten und beruflichen Perspektiven im Mittelpunkt stehen.
Dieses Seminar richtet sich an Fachkräfte aus WfbM und aLA, an Bildungsbegleiter:innen sowie an alle, die Bildungsprozesse im Sinne des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und unter Berücksichtigung des neuen Fachkonzepts für EV/BBB gestalten. Im Fokus stehen neue Wege der Kompetenz-feststellung und Entwicklungsplanung, die die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben stärken. Anstelle standardisierter Testverfahren, die die Lebensrealität der Beschäftigten häufig nur eingeschränkt abbilden, werden dynamische und personenzentrierte Methoden vorgestellt und praktisch erprobt.
Ein zentrales Element des Seminars ist die Persönliche Zukunftsplanung (PZP). Dieser vielfach bewährte Ansatz unterstützt dabei, gemeinsam mit den Beschäftigten ihre Stärken und Fähigkeiten sichtbar zu machen, berufliche Wünsche zu klären und konkrete nächste Schritte zu entwickeln. Die Seminarteilnehmer:innen lernen erprobte Methoden und Materialien kennen, wie sie beispielsweise das Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung sowie die Hamburger Arbeitsassistenz verwenden.
Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Reflexion und die Entwicklung konkreter Handlungs-ideen für die eigene Praxis. Anhand individueller Praxisbeispiele zeigt sie ergänzende und alternative Wege zu gängigen Verfahren auf, stets mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung darin zu unterstützen, ihre beruflichen Perspektiven aktiv mitzugestalten und Bildungsprozesse so zu gestalten, dass sie ihren Fähigkeiten, Interessen und Zielen entsprechen.
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