Gedanken steuern Bewegung – neue Neurotechnologien in der Chirurgie
143. Deutscher Chirurgie Kongress (DCK 2026)
22.-24.04.2026
Leipzig
Ein nach Rückenmarksverletzung ans Bett gefesselter Patient steht mithilfe eines implantierten Stimulationssystems wieder auf. Ein anderer kann seine nach Schlaganfall gelähmte Hand wieder bewegen, weil ein Computer Signale aus dem Gehirn interpretiert und weiterleitet: Was vor wenigen Jahren noch als Zukunftsvision galt, wird zunehmend Gegenstand klinischer Forschung und erster Anwendungen in verschiedenen chirurgischen Fachdisziplinen (1). Beim 143. Deutschen Chirurgie Kongress (DCK 2026) diskutieren Chirurginnen und Chirurgen, welche neuen Chancen Brain-Computer-Interfaces und andere neurotechnologische Verfahren für die Behandlung von Patientinnen und Patienten eröffnen.
Der DCK ist ein Dachkongress der Chirurgie, an dem elf chirurgische Fachdisziplinen teilnehmen. Innovationen entstehen häufig zunächst in einem Spezialgebiet – ihr volles Potenzial entfalten sie jedoch erst im Austausch zwischen den Fächern.
Neurotechnologische Verfahren entstehen derzeit vor allem in der Neurochirurgie, eröffnen aber auch neue Ansätze für die Rehabilitation nach schweren Verletzungen in der Unfallchirurgie, für funktionelle Therapien in der Orthopädie oder für neurologische Folgen von Gefäßerkrankungen.
Der Kongresspräsident, Professor Dr. med. Roland Goldbrunner, Direktor des Zentrums für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Köln, setzt mit diesem Schwerpunkt bewusst auf Zukunftstechnologien, die derzeit den Schritt von der Forschung in die klinische Anwendung machen.
Im Programm finden sich unter anderem Sitzungen zu
- Neuralink – Brain-Computer-Interfaces,
- Computer-Brain-Interfaces über Spinal Cord Stimulation,
- Deep Brain Stimulation – New Options,
- Translational Neurotechnology.
Für diese Sitzungen konnten international renommierte Forscherinnen und Forscher gewonnen werden, die aktuelle Entwicklungen und klinische Perspektiven vorstellen. Einige der Veranstaltungen werden zudem live aus dem Kongress übertragen, sodass Interessierte die Diskussionen auch online verfolgen können.
Der interdisziplinäre Austausch beim DCK soll dazu beitragen, neue Ideen schneller in die klinische Versorgung zu überführen – mit dem Ziel, Prognosen zu verbessern und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten nachhaltig zu erhöhen.
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH)
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e. V. (DGCH)
Pressestelle 143. Deutscher Chirurgie Kongress
Tel.: 0711 8931-173, -309
Dr. Adelheid Liebendörfer
E-Mail: liebendoerfer@medizinkommunikation.org
Corinna Deckert
E-Mail: deckert@medizinkommunikation.org
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