Zusammenarbeit in Beratung, Planung und Versorgung in der Kommune

Zur Entwicklung zukunftsfähiger Hilfe- und Pflegestrukturen

13.-14.05.2019
Berlin

Die Versorgung Pflegebedürftiger findet heute in einem zunehmend differenzierten und komplexen System statt. Die Spezialisierung setzt ein hohes Maß an Wissen um geltende Ansprüche, geeignete Angebote und ihre mögliche Verzahnung und Abstimmung voraus. Zur Überwindung von Schnittstellen und zur Stabilität der häuslichen Versorgung sind die Vernetzung von Hilfen und die Verzahnung von Leistungen dringend notwendig.

Um die Zusammenarbeit der Beteiligten in Beratung und Versorgung zu verbessern, wurden mit den Pflegestärkungsgesetzen unterschiedliche Instrumente in das SGB XI integriert. Dazu gehören die Stärkung der strukturierten Zusammenarbeit zwischen den Beratungsstellen der Kommunen und der Pflegekassen auf örtlicher Ebene durch die Einrichtung eines Informationsverbundes (§ 7 Absätze 3 und 4 SGB XI) und den Abschluss von Vereinbarungen über die Zusammenarbeit vor Ort, die in Rahmenverträge auf Landesebene eingebettet werden sollen (§ 7a, Abs. 7 SGB XI).

§ 8a SGB XI ermöglicht die Einrichtung regionaler Ausschüsse, welche Empfehlun-gen für die pflegerische Infrastruktur und Versorgung vor Ort abgeben können, die von den Vertragsparteien beim Abschluss von Versorgungs- und Rahmenverträgen zu berücksichtigen sind. Im Rahmen der Modellförderung (§ 45c) fördert der GKV-Spitzenverband im Wege der Anteilsfinanzierung mit den Ländern oder den Kommunen neu Ansätze von ehrenamtlichem und bürgerschaftlichem Engagement vor Ort und neue Versorgungskonzepte und –strukturen, bei denen ebenfalls die wirksame Vernetzung der unterschiedlichen Hilfsangebote im Fokus steht.

In der Veranstaltung sollen innovative Ansätze in den Kommunen zur Vernetzung und Kooperation in der Pflegeberatung, der Pflegestrukturplanung sowie in der Ver-sorgung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen vorgestellt werden. In Arbeitsgruppen sollen bestehende Probleme der Zusammenarbeit herausgearbeitet und differenzierte Lösungsstrategien diskutiert werden. Sie dient dem Erfahrungsaustausch von Beteiligten und Interessierten der Netzwerkarbeit auf kommunaler Ebene.

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (Deutscher Verein)

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V.
Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin-Mitte

Petra Prums (Sachbearbeitung)
Tel.: +49 30 62980 419
E-Mail: prums@deutscher-verein.de

Dr. Anna Sarah Richter (Wissenschaftliche Referentin)
Pflegeversicherung, pflegerische Versorgung und Altenhilfe
Tel: +49 30 62980 133
E-Mail: richter@deutscher-verein.de