Wie kann ein inklusiv ausgerichtetes Hilfesystem für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ein Gewinn sein?

Fachkräfte der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe lernen voneinander!

17.01.2023
Berlin

Zuhören, Verstehen, Lernen und konstruktive Anknüpfungs­möglich­keiten finden, denn Inklusion braucht mehr als (nur) ein Gesetz.

Die Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung ist eine praxisnahe Aufgabe. Sie findet dort statt, wo Kinder, Jugendliche und ihre Familien leben. Deshalb ist die Ebene der Praxis ein elementarer Bezugspunkt, wenn es um den fachpolitischen Diskurs und die rechtliche Umsetzung identifizierter und konkreter Handlungsbedarfe geht.

In Anknüpfung an die verbindliche Weichenstellung, die das Kinder- und Jugend­stärkungsgesetz (KJSG) für die inklusive Ausgestaltung bereits vorgenommen hat, startet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Herbst 2022 einen breit angelegten Beteiligungsprozess zur rechtlichen Umsetzung einer inklusiv ausgerichteten Kinder- und Jugendhilfe. Dabei findet ein intensiver Dialog statt, unter welchen Rahmenbedingungen das Hilfesystem konkret und inklusiv weiterentwickelt werden kann, um in Zukunft für alle Kinder und Jugendlichen zuständig zu werden und einen Benefit zu bieten.

Die damit verbundenen, juristischen Regelungen und praktischen Umsetzungsfragen stellen für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und der Behindertenhilfe eine große Herausforderung für die Arbeit vor Ort dar. Denn neue fachliche Leitlinien sowie Wirkungs- und Kooperationszusammenhänge müssen gemeinsam entwickelt werden. Um den Annäherungsprozess beider Systeme weiter zu unterstützen, möchten wir Kernbereiche eines inklusiv ausgerichteten Hilfesystems für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung oder psychischer Erkrankung interdisziplinär und praxisnah mit Ihnen diskutieren.

Zu nennen sind hier bspw.:

  • die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beim Selbstverständnis und der Haltung der Fachkräfte der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe
  • die Ausgestaltung eines Verfahrens zur Bedarfsfeststellung (Hilfeplanverfahren/Gesamtplanverfahren)
  • die Ausgestaltung von Leistungen im individuellen Bedarfsfall (Leistungstatbestände/Leistungskatalog)
  • Grundbedingungen für eine gelingende Umsetzung in der Praxis (Ausstattung, Finanzierung, Personal, Beratungsstellen usw.)

Im Rahmen der Fachveranstaltung sind spannende Plenumsreferate sowie Workshops zu den zentralen Themenbereichen geplant.

Eingeladen zur Teilnahme sind Fachkräfte der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen sind ab November 2022 möglich.

Diakonie Deutschland e. V. – Evangelischer Bundesverband (Diakonie)

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