Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt: Zwischen Sozialdienst, Jobcoach und Gruppenleitung – was für Strukturen sind notwendig und welche Konzepte helfen?

53°-NORD-Jahrestagung für Sozialdienste

09.-10.04.2019
Frankfurt am Main

Eine Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder auf betriebsintegrierte Arbeitsplätze ist für Werkstätten spätestens seit dem BTHG ein klar definierter Auftrag. Ursprünglich war nur die Vorbereitung zur Vermittlung als Aufgabe festgeschrieben, heute steht dieses Ziel im Fokus vieler Interessensgruppen und dient als Gradmesser für gute oder schlechte Arbeit. Werkstätten, die sich Erfolge bei der Vermittlung ernsthaft auf ihre Fahne schreiben wollen, müssen sich überlegen, wie sie die neue Zielstellung konzeptionell über Abläufe, Zuständigkeiten, Kompetenzen und Ressourcen definieren und auf welche Methoden sie bei der Vermittlung zurückgreifen.

Vermittlungsdienste wie Spagat, die Hamburger Arbeitsassistenz oder Access, die von Beginn an keine andere Aufgabe hatten als die Vermittlung und Begleitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, arbeiten konsequent mit einem festgeschriebenen Konzept. Dieses gibt allen Beteiligten Klarheit über Ziel, Struktur, Zuständigkeit und Methode und gilt für alle. Es kann zwar personenbezogen Ausnahmen von dem festgelegten Vorgehen geben, aber jede Ausnahme muss begründet sein und wird nicht intuitiv getroffen. Das Konzept ist die Regel, Abweichungen davon sind die Ausnahme. Das gibt Sicherheit nach innen und außen und ist nach Aussage der Vermittlungsdienste unabdingbar für eine erfolgreiche Vermittlung.

Werkstätten hingegen arbeiten in ihrer Begleitung auf Arbeitsplätze außerhalb der Werkstatt häufig individualistisch, ein einheitliches Konzept liegt in der Regel nicht vor. Die unterschiedlichen Akteure besitzen oft ein unterschiedliches Verständnis davon, wer geeignet ist, wie es klappen kann und welche Herangehensweise die richtige ist.

Diese Fachtagung diskutiert die Frage, wie der Wandel erfolgreich wird. Was muss geklärt und neu definiert werden? Wann und warum sind eindeutige Regelungen notwendig und wie können die Inhalte und Strukturen aussehen? Wie schafft man es, dafür ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu stellen? Da Öffnung und Durchlässigkeit für Werkstätten auf Dauer zentrale Themen bleiben werden, sind der Austausch und die Diskussion über gute Konzepte und funktionierende Strukturen der Vermittlung unerlässlich – letztlich auch für den wirtschaftlichen Erfolg des Reha-Angebots.

53° NORD Agentur und Verlag (53° NORD)

53° NORD Agentur und Verlag
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