Unternehmensorganisation als Erfolgsfaktor der Prävention

13. Praxistag Prävention

20.09.2022
Dresden

Zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gehören alle Maßnahmen zur Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Ein wichtiger Baustein hierzu ist die geeignete Organisation des Unternehmens und aller Prozesse. Schon durch Aufgaben- und Postenübernahme erhalten Führungskräfte und andere Beschäftigte automatisch Sicherheitsverantwortung. Dazu bedarf es nicht erst einer formalen und schriftlichen Pflichtendelegation. Aber das wissen nicht alle. Oder sie akzeptieren es nicht.

Nach diesem Praxisseminar verstehen Sie, wie die Arbeitsschutz- und Fürsorgepflichten tatsächlich verteilt sind. Sie können dies zur Schaffung von Verantwortungsbewusstsein und einer neuen Präventionskultur nutzen.

Inhalte

  • Wie, wann und für wen entsteht Verantwortung bei betrieblichen Tätigkeiten?
  • Wer trägt die Verantwortung für Unterlassen von Sicherheitsmaßnahmen?
  • Weisungsbefugnisse formal und automatisch durch „gelebte Organisation“!
  • Gerichtspraxis zur automatischen Führungsverantwortung: Urteile aus der Rechtsprechung zur Verdeutlichung und Schlussfolgerungen für die Betriebspraxis
  • Pflichtendelegation schriftlich und ausdrücklich und durch Formblätter (DGUV und GDA): Müssen die Pflichten explizit entgegengenommen werden?
  • Die Fürsorge- und Sicherheitspflichten der Führungskräfte: Auswahl und Anleitung, Beurteilung und Umsetzung, Organisation und Koordination, Kontrolle und Überwachung, Durchsetzung und Dokumentation
  • Prävention durch „weiche“ Faktoren: Argumentationskunst, Überzeugungskraft und Vorbildfunktion, Widerspruch und Widerstand, Schutz der Beschäftigten vor sich selbst

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Fachlicher Ansprechpartner
Dr. Volker Didier
Tel.: 030 13001-2320
E-Mail: volker.didier@dguv.de

Organisation und Anmeldung
Paul Krönert
Tel.: 030 13001-2418
E-Mail: paul.kroenert@dguv.de