Sozialmedizinische Grundlagen (Modul 1)

(Alternativtermin zum Termin am 16. und 17. Januar 2023)

13.-14.02.2023
Erkner

Ziele:

Die Teilnehmenden verfügen über aktuelles Wissen über die sozialrechtlichen Grundlagen der medizinischen Rehabilitation. Sie kennen die theoretischen Grundlagen (ICF), die Rechtsgrundlagen (SGB V, VI, IX) und die Träger der medizinischen Rehabilitation. Sie können berufskundliche Aspekte und Begriffe wie Schwerbehinderung, Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) erläutern. Die Teilnehmenden kennen die Kriterien für eine sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha- und Rentenverfahren.

Inhalte:

  • deutsches Sozialversicherungssystem
  • Rechtsgrundlagen der Rehabilitation
  • Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)
  • sozialmedizinische Grundbegriffe
  • Datenschutz
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)
  • Berufskunde im Rentenverfahren
  • qualitative und quantitative sozialmedizinische Leistungsbeurteilung
  • Aufbau des Reha-Entlassungsberichts
  • Erstellung sozialmedizinischer Leistungsbeurteilungen im Reha-Team: Fallarbeit

Anmeldeschluss Termin 2: 30. Dezember 2022

Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung in der medizinischen Rehabilitation

Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung ist in der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung eine gemeinsame Aufgabe des Reha-Teams. Sie wird zum Abschluss der medizinischen Rehabilitation im Reha-Entlassungsbericht festgehalten. Bei bescheinigter geminderter Leistungsfähigkeit (zum Beispiel: weniger als 3 Stunden täglich) dient sie als Entscheidungshilfe bei Anträgen auf Leistungen der Sozialversicherungsträger wie Erwerbsminderungsrenten oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA).

Um alle Aspekte der funktionellen Fähigkeit und Teilhabefähigkeit zum Ende der Rehabilitation fundiert beurteilen zu können, bedarf es einer engen fachlichen Zusammenarbeit im multidisziplinären Reha-Team. Einbezogen in die ärztliche Beurteilung werden die fachbezogenen Leistungseinschätzungen der Therapeuten, der Sozialen Arbeit und der Pflege.

Die im Folgenden beschriebenen zwei Fortbildungsreihen möchten alle Mitglieder des Reha-Teams in ihrer diesbezüglichen fachbezogenen Kompetenz weiter qualifizieren.

Aufbau des Curriculums

Es werden Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten angeboten (berufsgruppenübergreifend und -spezifisch), die sich bei der Wissens- und Kompetenzvermittlung auf unterschiedliche Methoden stützen (Vortrag, Kleingruppen- und Fallarbeit). Die Fortbildungsveranstaltungen bauen aufeinander auf. Die Teilnahme am Modul 1 bzw. die Kenntnis der Inhalte wird für eine Teilnahme an den Modulen 2 und 3 vorausgesetzt.

Ziel des Curriculums

Übergeordnetes Ziel aller Veranstaltungen ist es, durch Qualifizierung der genannten Berufsgruppen und Förderung der interdisziplinären Kommunikation, die Qualität der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung in der medizinischen Rehabilitation zu verbessern.

Zielgruppe

Die Fortbildungsveranstaltungen richten sich an alle Berufsgruppen, die an der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung mitwirken. Innerhalb des Curriculums „Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha-Team“ werden zwei Fortbildungsreihen angeboten. Diese unterscheiden sich in den angesprochenen Zielgruppen.

Die Zielgruppe der Fortbildungsreihe 1 umfasst die Gesundheits- und Krankenpfleger, Diätassistenten, Oecotrophologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sport-/Gymnastiklehrer, Sportwissenschaftler, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten (ausschließlich somatische Indikationen) in der medizinischen Rehabilitation.

Die Zielgruppe der Fortbildungsreihe 2 sind Psychotherapeuten in der medizinischen Rehabilitation in den Indikationen Psychosomatik und Abhängigkeitserkrankungen.

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)