Rechtliche Betreuung und Leistungen zur Sozialen Teilhabe – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

27.-28.06.2022
Berlin

Rechtliche Betreuung und soziale Rehabilitation verfolgen das gleiche Ziel der selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensführung. Wie ergänzen und worin unterscheiden sich einzelne soziale Rehabilitationsleistungen (z. B. die Assistenz nach § 78 SGB IX) von der im Bürgerlichen Gesetzbuch definierten rechtlichen Betreuung?

Jeder erwachsene Mensch hat unabhängig von den individuellen geistigen Fähigkeiten das Recht, Entscheidungen zu treffen und rechtswirksam umzusetzen. Das Recht, Rechte zu haben und auszuüben, ist ein der Menschenwürde inhärenter Bestandteil. Gemäß Artikel 12 UN-BRK ist die rechtliche Betreuung eine Unterstützung bei der Ausübung der rechtlichen Handlungsfähigkeit. Das deutsche Betreuungsrecht wurde zuletzt im Jahr 2021 grundlegend nach dieser Vorgabe reformiert, die Änderungen werden 2023 in Kraft treten. In dem reformierten Gesetz wird betont, dass die rechtliche Betreuung die betreute Person bei der selbstbestimmten Besorgung ihrer rechtlichen Angelegenheiten und der Realisierung ihrer Wünsche aktiv unterstützen muss. Eine Vertretungsmacht darf sie nur einsetzen, wenn dies zwingend erforderlich ist.

Das Seminar vermittelt im Lichte der UN-BRK und der Betreuungsrechtsreform die fachlichen und juristischen Grundlagen an der Schnittstelle von rechtlicher Betreuung und sozialer Rehabilitation.

Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)

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