Psychiatrie-Jahrestagung 2020: Für ein Leben in Selbstbestimmung und Vielfalt

Perspektiven in Zeiten wachsender Spaltungen und Populismus

25.-26.05.2020
Berlin

Unsere Welt ist unübersichtlicher und widersprüchlicher geworden: Welche Werte und Visionen sollen eigentlich prägend für das Zusammenleben sein? Viele Menschen orientieren sich an Werten wie Respekt vor der Individualität des Anderen, engagieren sich für den sozialen und familiären Zusammenhalt, für gelingende Nachbarschaft und eine gerechte und ökologische Welt. Gleichzeitig beobachten wir einen wachsenden und bisweilen aggressiven Drang zur Selbstbehauptung, zur Verteidigung des angeblich Eigenen gegen das Fremde, des Bestehenden gegen den Wandel, zur Gewalt gegen anders Denkende und Lebende.

Populistische Forderungen stoßen auf offene Ohren, obwohl die meisten Menschen spüren, dass die Dinge nicht so einfach sind. Die Spannung zwischen Bürgerprotest – wie etwa gegen den Klimawandel – und Populismus hinterlässt deutliche Spuren im Politikgefüge und spaltet die Gesellschaft. Diskriminierende Unterscheidungen zwischen Deutscher und Migrant, reich und arm, gesund und krank, arbeitsmarktfähig und -nichtfähig rücken zunehmend in den öffentlichen Diskurs.

Was heißt das für psychisch beeinträchtigte Menschen und die Sozialpsychiatrie? Darüber soll auf dieser Tagung diskutiert werden. Die Vorträge sollen Impulse bieten, den eigenen Arbeitsalltag diesbezüglich noch einmal zu reflektieren, die Arbeitsgruppen zeigen Beispiele gelingender verbindender Praxis, die Mut machen, sich auch öffentlich gegen Spaltung und gegen Diskriminierung zu wenden.

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB)

Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V.
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