Neuromodul II: „Niemand ist alleine krank“. Angehörige in der Arbeit mit Menschen mit erworbener Hirnschädigung

15.-16.05.2020
Bonn

Schwere Erkrankungen und Verletzungen des Gehirns haben immer auch massive Auswirkungen auf das partnerschaftliche und familiäre Umfeld des Betroffenen. Angehörige spielen häufig eine wichtige Rolle im Bewältigungsprozess, sind als Unterstützer und manchmal als Co-Therapeuten nützlich oder können auch den Eindruck von Behinderung vermitteln. Durch die Einbeziehung von Angehörigen in Behandlung und Therapie steigt einerseits die Komplexität, andererseits ist sie unverzichtbar für die Gestaltung alltagsbezogener und ganzheitlicher Behandlungsprozesse.

Das Seminar soll Wissen über spezifische Belastungen des Angehörigen-, Partnerschafts- und Familiensystems nach Hirnverletzungen aufbauen. Im Vordergrund soll jedoch die Entwicklung von konkreten praktischen Haltungen und kommunikativen Kompetenzen im Umgang mit Angehörigen in der Rehabilitation oder Therapie stehen. Dazu gehören sowohl Möglichkeiten der kooperativen Einbeziehung in die Therapien und die Beratung der Angehörigen in Bezug auf eigene Problemstellungen und Entlastungsmöglichkeiten, als auch eine wohlwollende Abgrenzung gegenüber möglicherweise belastenden Ansprüchen.

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