Mobile Rehabilitation und Kurzzeitpflege – Die Brücke nach Hause?!

17.01.2020
Berlin

Das Symposium thematisiert die zukünftige Gestaltung der Kurzzeitpflege, wie sie pflegebedürftigen Menschen v. a. nach einer stationären Krankenhausbehandlung oder bei Zuspitzung einer krankheitsbedingten Versorgungsproblematik zur Verfügung steht, wenn die häusliche Pflege vorübergehend nicht (ausreichend) gewährleistet ist.

Der Kurzzeitpflege kommt eine wichtige Rolle bei der Weichenstellung in die nachfolgende Versorgung zu. Hier entscheidet sich, ob die Entlassung nach Hause oder in die stationäre (Langzeit)Pflege erfolgt, und es kann geklärt werden, welche Unterstützung ggf. erforderlich wird.

Im Rahmen einer empirischen Analyse des Bedarfes an Leistungen der medizinischen Rehabilitation (BMG-Studie 2018) wurde bei über 30 % der Betroffenen in der Kurzzeitpflege ein Rehabilitationsbedarf festgestellt. Fast die Hälfte des Bedarfs kann durch die klassischen Rehabilitationsformen ohne mobile Rehabilitation versorgt werden. Für die andere Hälfte kommt eine mobile Rehabilitation zur Vermeidung oder Verminderung von Pflegebedürftigkeit – auch zur Verhinderung einer Heimeinweisung – in Betracht.

Vor diesem Hintergrund soll darüber beraten werden, wie die Kurzzeitpflege auszugestalten ist, um Rehabilitationsbedarfe zu erkennen, ggf. Reha-Maßnahmen zu veranlassen und weitere Versorgungsbedarfe identifizieren und bei ihrer Befriedigung unterstützen zu können. Wichtige Fragestellungen sind dabei die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit mobilen Rehabilitationsdiensten in der Kurzzeitpflege, aber auch der Ausbau von Angebotsstrukturen der mobilen Rehabilitation. Diese Fragen sind angesichts der hohen Zahl von Pflegebedürftigen und der knappen Personalressourcen politisch hoch aktuell.

Bundesarbeitsgemeinschaft für Mobile Rehabilitation e. V. (BAG MoRe), Diakonie Deutschland e. V. – Evangelischer Bundesverband (Diakonie), Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)

Tagungsleitung: Dr. med. Martin Warnach, Dr. med. Rudolf Siegert

10:00 Uhr: Eintreffen, Anmeldung, Getränke

10:30 Uhr: Begrüßung (Dr. Rudolf Siegert, Bremen)

10:45 Uhr: Aufgaben der Kurzzeitpflege aus Sicht der Politik (Dr. Martin Schölkopf, UAL Pflegesicherung, Bundesministerium für Gesundheit)

11:00 Uhr: Teilhabesicherung als Herausforderung für die Kurzzeitpflege (Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Bad Kreuznach)

11:30 Uhr: Krankenhausbehandlung und nun? - Identifikation von Rehabilitationsbedarf (Dr. Christiane von Rothkirch, Bremen)

12:00 Uhr: Mobile Rehabilitation in der Kurzzeitpflege – Erfahrungen aus 20 Jahren (Heike Gatzke, Michael Stahl , Bad Kreuznach)

12:30 Uhr: Diskussion

13:00 Uhr: Mittagspause, Imbiss

13:45 Uhr: Panel Mobile Rehabilitation und Kurzzeitpflege: Chancen und Grenzen

Moderation: Dr. Rudolf Siegert

Statements (10 Min.):

  • Dr. Bernd Deckenbach (IGES-Institut, Berlin)
  • Dr. Norbert Lübke (KCG Hamburg)

Weitere Teilnehmer: Carola Schweizer, St. Ingbert; Dr. Martin Warnach, Berlin; Dr. Ute Schwartz, BMG, Dr. Elisabeth Fix, Deutscher Caritasverband

15:00 Uhr: Kaffeepause

15:15 Uhr: Optionen für die Kurzzeitpflege

Moderation: Heike Gatzke

  • Gesundheitsberatung in der Pflege – Ressourcen erkennen, Teilhabe fördern (Silke Neubert, Bremen)
  • Das Projekt REKUP: Eine Innovation für eine rehabilitativ orientierte Kurzzeitpflege (Dr. Stefan Grund, Heidelberg)
  • Gestaltung einer teilhabefördernden Kurzzeitpflege – eine Herausforderung (Carola Schweizer, St. Ingbert)

Diskussion

16:15 Uhr: Schlusswort (Matthias Schmidt-Ohlemann, Bad Kreuznach)

16:30 Uhr: Ende der Tagung

Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG)
Markgrafenstraße 18
10969 Berlin

Die Tagungsgebühr zur Deckung der Kosten beträgt: 75 €. Getränke und ein Mittagsimbiss sind darin enthalten.

  • Für Ärzte: beantragt
  • Für Disability Manager: 7 Stunden (CDMP-Weiterbildung)
  • Für Therapeuten (Heilmittel): 6 Fortbildungspunkte
  • Für beruflich Pflegende: beantragt

Bitte das Anmeldeformular (zu finden unter Downloads) spätestens bis zum 8. Januar 2020 zurücksenden an:
Fax: 0671 / 605 3441 oder
E-Mail: regina.andres@kreuznacherdiakonie.de