Methodenwoche des Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbunds

09.-13.09.2019
Freiburg im Breisgau

Die kommende Methodenwoche des Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbunds Freiburg findet vom 09.09.2019 bis zum 13.09.2019 in Freiburg/Breisgau statt.

Zielsetzung und Inhalt

Grundanliegen der Methodenwoche ist es, durch eine Vielfalt von Fortbildungsmodulen die Umsetzbarkeit und den praktischen Nutzen quantitativer und qualitativer Verfahren für die eigene Forschungspraxis zu verdeutlichen. Unsere quantitativen Module beinhalten Schulungen zur Datenanalyse sowie zur Publikation der Ergebnisse. Hierbei werden Ihnen die Grundlagen, Hintergründe sowie die praktische Durchführung bei der Arbeit mit SPSS bzw. AMOS vermittelt. Die Module zu modernen statistischen Verfahren bieten Ihnen Lösungsansätze für Probleme, die mittels klassischer statistischer Verfahren ungelöst bleiben müssten.

In den quantitativen Modulen werden erste Grundlagen in deskriptiver und Inferenzstatistik vorausgesetzt. Für die Teilnahme an den qualitativen Modulen wird Grundwissen über qualitative Methoden vorausgesetzt. Bei Unsicherheit, ob die eigenen Vorkenntnisse für die Teilnahme ausreichen, können Sie gerne Kontakt zu uns (Julian Mack) aufnehmen.

Die einzelnen Veranstaltungen der Methodenwoche sind als abgeschlossene Einheiten konzipiert und können unabhängig voneinander besucht werden. Zu jeder Veranstaltung wird ein Skript ausgegeben, das die Inhalte des jeweiligen Seminars zusammenfasst. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 9:30 Uhr und enden um 17:00 Uhr.

Folgende Workshops werden angeboten:

  • Datenaufbereitung und Umgang mit fehlenden Werten (09.09.2019)
  • Mixed Models für die Auswertung von RCTs in SPSS (10. – 11.09.2019)
  • Grounded Theory: Alles ist Analyse!  (12. – 13.09.2019)
  • Analyse von Strukturgleichungsmodellen mit AMOS (12. – 13.09.2019)

Datenaufbereitung und Umgang mit fehlenden Werten

Datum: 09.09.19, Anmeldefrist: 26.08.2019
Referent: Dr. Rainer Leonhart
Maximale Teilnehmerzahl: 18 Personen

Fehlende Werte sind ein prominentes Problem der sozialwissenschaftlichen Forschung. Der Workshop beschäftigt sich mit der Musterentdeckung, den Folgen von Standardverfahren zur Ersetzung fehlender Werte sowie modernen Ersetzungsverfahren mit SPSS.

Mixed Models für die Auswertung von RCTs in SPSS

Datum: 10. – 11.09.19, Anmeldefrist: 26.08.2019
Referent: PD Dr. Levente Kriston
Maximale Teilnehmerzahl: 18 Personen

Der Workshop beschäftigt sich mit Analysestrategien bei der Auswertung von Daten aus randomisiert-kontrollierten Studien mittels gemischten Modellen (Mixed Models) in SPSS. Es werden u.a. verschiedene Optionen für die Modellierung zeitlicher Verläufe, für den Umgang mit fehlenden Werten und für die Behandlung häufiger Kovariaten dargestellt. Der Fokus liegt an anwendungsorientierten Übungen zu Analyse und Ergebnisinterpretation mit Raum für Fragen und Diskussion. Am zweiten Tag wird das erworbenen Wissen anhand eigener oder bereitgestellter Daten erprobt. Grundkenntnisse zur Regressions- und Kovarianzanalyse werden vorausgesetzt.

Analyse von Strukturgleichungsmodellen mit AMOS

Datum: 12.-13.09.19, Anmeldefrist: 26.08.2019
Referent: Prof. Dr. Markus Wirtz
Maximale Teilnehmerzahl: 18 Personen

Konfirmatorische Faktoren- und Regressions-analyse, Pfadanalyse, Multigruppenanalyse, latente Merkmalsanalyse, Logik der Hypothesentestung, Fit-Maße, Strategien der Modellentwicklung, Bootstrapping und Specification Search. Bitte beachten Sie: Das Modul setzt Grundkenntnisse zur Regressionsanalyse voraus.

Grounded Theory: Alles ist Analyse!

Datum: 12.-13.09.19, Anmeldefrist: 26.08.2019
Referentin: Debora Niermann
Maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen

Im Stil der Grounded Theory zu forschen bedeutet, von Beginn an interpretativ zu arbeiten. Der Workshop beginnt mit einer kurzen Skizzierung der methodologischen Grundpositionen (Glaser/Strauss; Strauss/Corbin) und den daraus entwickelten Ansätzen der 2nd Generation (Clarke/Charmaz). Im Vordergrund steht dann das gemeinsame Arbeiten an zentralen interpretativen Techniken der GT: Kodieren am eigenen Datenmaterial, theoretical sampling, Methode des ständigen Vergleichens, Verfassen von Memos mittels Mapping-Techniken, gegenstands-angemessenes Theoretisieren unter Einbezug vorhandener Theoriebestände und die Diskussion von Forschungsdesigns.
Der Workshop richtet sich an Einzelpersonen und Forschungsteams. Das zweitägige Format eignet sich für qualitative Forschungsnovizen und Forschungserfahrene.

Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Freiburg e.V. (RFV)

M. Sc. Julian Mack

Methodenzentrum des Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbundes Freiburg e. V.
Universität Freiburg
Institut für Psychologie
Abt. für Rehabilitationspsychologie und Psychotherapie
Engelbergerstraße 41
79085 Freiburg

Tel:    +49-761-203-3020
Fax:    +49-761-203-3040

E-Mail: julian.mack@psychologie.uni-freiburg.de
Website: www.fr.reha-verbund.de