Inklusion und Teilhabe: Vergleichende und internationale Perspektiven

Jahrestagung des Graduiertenkollegs Inklusion – Bildung – Schule: Analysen von Prozessen gesellschaftlicher Teilhabe

07.-09.10.2020
Berlin

Inklusion gilt als ‚Chiffre’ für weitreichende Teilhabeversprechen, die aktuell in unterschiedlichen Kontexten diskutiert werden (vgl. Dederich 2020, 527). Insbesondere in bildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Debatten wird der Begriff der Inklusion extensiv genutzt. Dabei kommt es regelmäßig zu Überlagerungen normativer und analytischer Ansprüche; Exklusionsprozesse werden nur selten als Widerpart mitberücksichtigt und geraten tendenziell aus dem Blick. Budde & Hummrich (2015, 39) schlagen vor diesem Hintergrund vor, den Fokus auf die Prozessierung von Ansprüchen der Inklusion zu richten und „Relationierung[en] von Universalismus, Individualität und Differenz“ reflexiv zu begegnen.

Die Tagung greift dieses Anliegen insofern auf, als dass zum einen Prozessierungen gesellschaftlicher Teilhabe in Bildungsinstitutionen in den Fokus gerückt und vergleichend perspektiviert werden. Zum anderen wird danach gefragt, wie Teilhabeprozesse in verschiedenen nationalen wie internationalen Kontexten theoretisch konzeptualisiert und methodisch bzw. methodologisch erfasst werden (können). Angestrebt wird auf diese Weise sowohl ein Austausch zu begrifflichen und methodischen Differenzen, Widersprüchen und Klärungsbedarfen als auch die interdisziplinäre Diskussion der genannten Themen in vergleichender Perspektive.

Beitragsvorschläge sind willkommen und können bis zum 15.05.2020 an die untenstehende Kontaktadresse gesendet werden. Auch Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen sind ausdrücklich eingeladen, ihre Arbeiten im Rahmen der nachfolgend skizzierten Formate vorzustellen. Die Tagungssprache ist vorwiegend Deutsch, englischsprachige Beiträge sind ebenfalls herzlich willkommen.