Gutes Entscheiden in der Medizin – Empirische und ethische Perspektiven

02.-03.12.2020
Hannover/online

Auf der Tagung werden empirische und ethische Perspektiven auf das Konzept der „guten Entscheidung“ miteinander ins Gespräch gebracht und praktische Instrumente zur Unterstützung von Entscheidungsfindungsprozessen vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen und Pflegende, Fachleute aus Public Health, Gesundheitspsychologie, Gesundheitskommunikation, psychosozialer Beratung, Krankenhausseelsorge, Medizinethik und Medizinrecht sowie an alle am Thema Interessierte.

Der Alltag der Krankenversorgung ist durch Entscheidungen geprägt, die nicht selten gravierende Konsequenzen haben. Die wachsende Komplexität der Fallkonstellationen und die zunehmende Fülle von verfügbaren Informationen lassen die klinische Entscheidungsfindung zu einer erheblichen Herausforderung werden. Gleichzeitig haben sich die Erwartungen an klinisches Entscheiden verändert: Als Ideal gilt das „shared decision making“, bei dem die Angehörigen der Gesundheitsprofessionen gemeinsam mit dem Patienten bzw. der Patientin überlegen, welche Maßnahme in der gegebenen Situation am sinnvollsten ist. In manchen Bereichen (z.B. bei der Inanspruchnahme bestimmter Früherkennungsuntersuchungen) wird die Entscheidung sogar ganz dem Patienten bzw. der Patientin überlassen.

Aber was macht überhaupt eine gute oder gelungene klinische Entscheidung aus? Kommt es bei unserer Bewertung einer Entscheidung als „gut“ eher auf den Prozess oder das Ergebnis an? Wie können Entscheidungen sinnvoll unterstützt und die Entscheidungszufriedenheit erhöht werden? Und wie sollen wir mit misslungenen – oder als misslungen erlebten – Entscheidungen umgehen? Diese undere Fragen werden im Rahmen der Tagung diskutiert.

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)

Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)
Ruth Denkhaus Mag. Theol.

Tel.: 0511 1241 - 445

E-Mail: ruth.denkhaus@evlka.de