Gerontologie- und Geriatrie-Kongress 2022

Altern im Spannungsfeld von Vulnerabilität und Resilienz

12.-15.09.2022
Frankfurt/Main

Die Corona-Pandemie hat auch der breiten Öffentlichkeit eindrücklich vor Augen geführt, was Resilienz und Vulnerabilität im Zusammenhang eines solchen Infektionsgeschehens bedeuten. Auch wenn diese beiden Begrifflichkeiten vielleicht nicht jedem in der Bevölkerung geläufig sind, so haben sich doch alle mit der Frage auseinandersetzen müssen, warum es anfangs gerade ältere Menschen so hart getroffen hat. Dadurch ist auch für den medizinischen Laien spürbar geworden, was Vulnerabilität eigentlich bedeutet und dass diese nicht nur ein theoretisches Konstrukt darstellt.

Vulnerabilität kann sich auf jeder Ebene – vom sozialen Kontext bis zur Zelle – äußern. Dieses Thema ist der Gerontologie und Geriatrie als Dreh- und Angelpunkt quasi in die Wiege gelegt. Dabei ist es naheliegend, mit der Vulnerabilität nicht nur das Defizitmodell im Blick zu haben, sondern diesem auch die Ressourcen, die Resilienz ausmachen, gegenüberzustellen. In diesem Spannungsfeld bewegt sich sowohl die Gerontologie als auch die Geriatrie. Daher war es naheliegend, diese antipodischen Geschwister auch einmal als Kongressmotto auszuwählen. Viele Disziplinen haben einen besonderen Blickwinkel auf das Verständnis dieser beiden Konzepte und es ist an der Zeit, diese Perspektiven zusammenzutragen und den eigenen Blick auf Resilienz und Vulnerabilität zu erweitern.

Die gemeinsame Tagung von Gerontologen und Geriatern aus den drei deutschsprachigen Ländern bietet in diesem Sinne ein einzigartiges Forum für einen solchen interdisziplinären Austausch, auf den wir uns bereits jetzt sehr freuen.

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V. (DGG), Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)

Tel.: 030 2900 6594
E-Mail: dggg2022@aey-congresse.de