Deutscher Suchtkongress 2020

14.-16.09.2020
Berlin

Vom 14. bis 16. September 2020 findet der 13. Deutsche Suchtkongress in den Räumlichkeiten der Freien Universität Berlin statt. Auf dem Kongress werden aktuelle empirische Befunde und theoretische Erklärungsansätze aus den neurokognitiven, medizinischen, psychologischen und anderen grundlagenorientierten Biowissenschaften unter einer interdisziplinären Perspektive vorgestellt und mit Ergebnissen anwendungsbezogener Therapie- und Versorgungsforschung sowie Berichten aus der Versorgungspraxis verzahnt.

In diesem Jahr soll u. a. verstärkt die somatische und psychische Komorbidität von Suchterkrankungen thematisiert und die damit verbundenen Konsequenzen für das Versorgungssystem und für langfristige gesundheitspolitische Planungen diskutiert werden. Dabei werden auch einige der aktuellen gesundheitspolitischen Kontroversen und gesellschaftlichen Trends in diesem Feld aufgegriffen, z. B.:

  • Cannabis-Legalisierung
  • Erfahrungen mit medikamentösem Cannabis
  • psychopharmakologisches Potenzial von Halluzinogenen
  • Neue Psychoaktive Substanzen und NPSG
  • Tabakkontrollpolitik und Finanzierung der Tabakentwöhnung
  • veränderte Konsummotive in gesellschaftlichen Subgruppen: „Hirndoping“, Partydrogen, Psychonauten, Chemsex
  • Umgang mit exzessiver Mediennutzung
  • Rauscherfahrungen und Suchtprobleme im Jugendalter
  • spezifische Süchte im hohen Alter
  • neuartige Vertriebswege illegaler Drogen: Darknet, Ameisenhandel, „Kokstaxi“ u. ä.

Neben den klassischen Formaten der wissenschaftlichen Symposien zu grundlagen- und anwendungswissenschaftlichen Themen und den Praxissymposien zu Ergebnissen der Versorgungsforschung und Prävention soll das wissenschaftliche Programm bei diesem Kongress erstmalig um Informationsangebote für Menschen mit Suchtproblemen, substanzbezogenen Störungen und exzessiven Verhaltensstörungen sowie für deren Angehörige erweitert werden. Dafür sind zu einigen passenden Themen „trialogische“ Informationsveranstaltungen, Meet the Experts-Veranstaltungen und Podiums-Diskussionen geplant.

Der Suchtkongress in Berlin soll auch Studierende – als potenziell Betroffene, aber auch als gesellschaftliche Multiplikatoren – für die Problematik der Suchterkrankungen sensibilisieren. Zu diesem Zweck sollen spezielle Sessions zum Thema „Sucht für Studierende“ (z. B. Neuro-Enhancement/Hirndoping, Freizeitkonsum, spezielle Versorgungsangebote) in das Programm aufgenommen werden.

Anmeldeschluss für Symposien, Workshops, Freie Beiträge und Poster: 16. April 2020 

Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e. V. (DG-Sucht)

CPO HANSER SERVICE
Kongress- und Ausstellungsbüro

E-Mail: sucht2020@cpo-hanser.de