Der JobCoach (WfbM) als Begleiter der Beschäftigten

Basisqualifizierung für JobCoachs (WfbM) – Modul 2

04.-07.10.2022
Kassel

Die Veranstaltungsagentur 53° NORD setzt sich seit Jahren für den Übergang aus Werkstätten in Betriebe des Arbeitsmarktes ein und bietet Interessenten Seminare und Fachtagungen zu diesem Thema. Im Veranstaltungsjahr 2022 finden Integrationsbegleitende im Veranstaltungsprogramm wie seit 2016 eine breite Basisqualifizierung von dreimal vier Seminartagen, die alle wesentlichen Aspekte des Vermittlungsprozesses umfasst. Sie gliedern sich in folgende Module:

  1. Der JobCoach (WfbM) als Wegbereiter in den Betrieb und im Betrieb
  2. Der JobCoach (WfbM) als Begleiter des Beschäftigten
  3. Das Selbstverständnis des JobCoachs (WfbM)

Für die Teilnehmenden an der gesamten Weiterbildung umfasst der Kurs neben den zwölf Fortbildungstagen die Elemente Selbststudium und Fallpraxis. Die Teilnahme ist in zwei Varianten möglich:

  1. Ohne Abschlusskolloquium: Jedes Modul kann einzeln gebucht werden. Im Anschluss erhalten alle eine Bescheinigung mit Inhalten.
  2. Mit Abschlusskolloquium, nach Teilnahme an allen 3 Modulen: Verfassen einer Hausarbeit über ein (selbst gewähltes) Praxisthema und eine halbstündige Präsentation inklusive Verteidigung. Die Teilnehmenden erhalten ein qualifiziertes Zertifikat mit Bewertung der Erarbeitung. Das Abschlusskolloquium findet im Februar 2023 statt.

Methodischer Ansatz

Die Qualifizierung ist handlungsorientiert aufgebaut. Sie bezieht Fragen und Aufgabenstellungen aus der Praxis ein und erarbeitet allgemeingültige sowie individuelle Lösungen.

Siehe auch Modul 1 (17.-20.05.2022) und 3 (22.-25.11.2022)!

Modul 2: Der JobCoach (WfbM) als Begleiter der Beschäftigten

Das zweite Modul thematisiert die Praxis der Integrationsbegleitung: Das Kennenlernen der TeilnehmerInnen, die gemeinsame Erkundung ihrer Fähigkeiten und Berufswünsche, die Aufgaben von JobCoach (WfbM)s im Betrieb und bei der Anleitung, die Einbeziehung des sozialen Umfelds und die Kooperation im Team.

Die Einzelthemen:

Tag 1 und 2: Vom Kennenlernen bis zum Praktikum (Thomas Petzke, Pirna)

Fähigkeiten, Talente und Kenntnisse der Klienten erkunden und Bewerbungsprofile erstellen, das Konzept der Persönlichen Zukunftsplanung, Einbezug von Unterstützungskreisen, Zugänge zum Betrieb, Identifizieren von Tätigkeitsfeldern, Information der Kollegen, Mentorenauswahl und Kooperation mit Mentoren, Förderung der kollegialen Unterstützung am Arbeitsplatz, Systematik der Einarbeitung:

  • Klärung der JobCoach (WfbM)-Aufgaben innerhalb und außerhalb der WfbM
  • Clearingphase als Instrument der Auftragsklärung und Planungshilfe
  • Kooperationspartner/ Betriebe und ihre Motivation und Bedürfnisse
  • Nischenarbeitsplätze erkennen und Jobcarving ganz praktisch
  • MitarbeiterInnen der WfbM und ihre Wünsche
  • Persönliche Zukunftsplanung als Instrument der Stärken und Erfahrungsermittlung von Klienten
  • Externe Praktika vorbereiten Checkliste vorstellen, Abläufe ausarbeiten
  • Begleitung und Selbstintegration
  • Schwerpunkte im Praktikum 1.+ 2. Woche, Kommunikation in die WfbM
  • Gemeinsame Erarbeitung eines Leitfadens
  • Vorstellung konkreter Digitalisierungsprojekte, die die Arbeit auf ausgelagerten Arbeitsplätzen (demnächst) unterstützen.

Tag 3 und 4: Vom Praktikum über den ausgelagerten Arbeitsplatz/BIAP bis hin zum sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis (Anne Reichert, Rebecca Schlottmann, Iserlohn)

Erstellen von Hilfsmitteln, begleitende Bildungsangebote für Schlüsselqualifikationen, Überblick über Entgeltsysteme, Fading Out – Übergabe der Assistenz an Mentoren und Kollegen, Langzeitbegleitung und Krisenintervention. Und schließlich: Wie kann der Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse gelingen und welche Instrumente stehen den Beteiligten zur Verfügung?

  • Der erste Tag, ein emotionales Geschehen, das professionell begleitet werden will
  • Arbeitssicherheit: Gefährdungsbeurteilungen - ganz praktisch, Ablauf und Vorgehensweise
  • Zielplanung: SMART, PURE oder CLEAR
  • Rahmenbildungsplan EAAP: Bildung und Qualifizierung der Klienten. Welche Maßnahmen können wo stattfinden? Was sind aktuelle Erkenntnisse und neue Methoden (FFL, BGM, Cogpack, MKt)?
  • Digitalisierungsprojekte, die die Qualifizierung unterstützen
  • Kriseninterventionen: Lösungen für Klienten und Betriebe, entwickelt an Fallbeispielen. Methoden (Wutbarometer/Erste Hilfe-Koffer) und Checklisten.
  • Entgeltsysteme
  • Mögliche Ausgestaltung von Übergangen in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis
  • Vervollständigung des JobCoach (WfbM)-Profils in Bezug auf Eigenschaften und eigene Stärken

53° NORD Agentur und Verlag (53° NORD)

53° NORD Agentur und Verlag

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34134 Kassel

Veranstaltungen:  Katrin Euler & Martin Lenkewitz

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