Betriebsintegrierte Berufsbildung

Der Königsweg zur Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt

16.-17.10.2019
Kassel

Eine der Zielsetzungen des Berufsbildungsbereichs ist es nach dem "Fachkonzept für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich in der WfbM" der Arbeitsagentur, die Teilnehmer auf geeignete Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Deshalb sieht das Fachkonzept ausdrücklich "die Durchführung von Teilen des Berufsbildungsbereichs in Betrieben und Dienststellen des allgemeinen Arbeitsmarktes" vor.

Nach dieser Vorgabe haben Werkstätten in unterschiedlichem Umfang in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, in Verwaltung, Handel und im Sozialbereich Berufsbildungsplätze für Werkstattbeschäftigte geschaffen. Räumlich sind sie von der Werkstatt getrennt, organisatorisch an die WfbM gebunden. Die Beschäftigten werden vor und während ihrer Zeit im Betrieb von Integrationsbegleitern angeleitet und begleitet.
Die betriebsintegrierten Berufsbildungsplätze bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erproben. Zeichnet sich eine Langzeitperspektive ab, wird die berufliche Bildung intensiviert und dient damit der Übernahme auf einen Außenarbeitsplatz oder sogar einer Festanstellung über das Budget für Arbeit. Die lange Erprobungs- und Anleitungszeit begünstigt den Übergang: Die betriebliche Berufsbildung ist der Königsweg in den Arbeitsmarkt.

Die Tagung stellt erfolgreiche Konzepte betriebsintegrierter Berufsbildung vor und behandelt dabei zentrale Praxisthemen: Wie gewinnt man Betriebe für diese Form der Qualifizierung? Wie geschieht die Anleitung vor Ort? Welche vertraglichen Regelungen müssen mit den Betrieben geschlossen werden? Wie lassen sich die Vorgaben des Fachkonzepts der Agentur in einem betriebsintegrierten Setting umsetzen? Was unterscheidet die Arbeit der Integrationsbeleiter von der der Fachkräfte in der Werkstatt? Welche Qualifikation ist notwendig? Wie gelingt eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen der betriebsintegrierten Berufsbildung und dem BBB in der Werkstatt?

Hinter all diesen Detailthemen steht für viele Werkstätten allerdings eine Grundsatzfrage: Welche Auswirkungen hat ein gezielter Ausbau eines betrieblichen Berufsbildungsbereichs und damit eine höhere Übergangsquote auf die Leistungsfähigkeit der Werkstatt? Die Praxisbeiträge zeigen, dass ein solches Konzept nicht etwa die Funktionalität und die Erträge der Werkstatt schwächt, sondern ihre Attraktivität verbessert und damit ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit stärkt.

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