Bedarfsermittlung in der Praxis

27.10.2022
Augsburg

Eine individuell zugeschnittene, umfassende und unter den Reha-Trägern abgestimmte Bedarfsermittlung ist zentral für das Planen und Erreichen von Teilhabezielen und eine erfolgreiche Rehabilitation. Dies spiegelt sich wider in den Forderungen des BTHG und in den die Bedarfsermittlung betreffenden Vorschriften im SGB IX.

Wie wird der Bedarf im Einzelfall ermittelt? Eine umfassende Bedarfsermittlung ist komplex: Die Biografie des Leistungsberechtigten, seine Gesundheitsprobleme und deren Auswirkungen auf die Körperfunktionen und -strukturen sowie auf Aktivitäten und Teilhabe gehören genauso dazu wie relevante Kontextfaktoren, Kompetenzen und individuelle Ziele des Leistungsberechtigten. Anknüpfend an den Bedarf des Einzelnen sind weitere Reha-Träger bei der Bedarfsermittlung zu beteiligen. Verwaltungsverfahren, Instrumente und Begutachtungen müssen sinnvoll miteinander kombiniert werden. Nur so lassen sich abgestimmte und passgenaue Leistungen erbringen.

Ziel des Seminars

Ziel ist es, Ihnen die Bedarfsermittlung als Phase im Reha-Prozess sowie ausgewählte Instrumente zur Bedarfsermittlung praxisnah zu vermitteln. Darüber hinaus bietet das Seminar Raum zum Austausch über Best-Practice-Beispiele, Instrumente und Verwaltungsverfahren, um Impulse für die eigene Arbeit zu bekommen.

Geplante Inhalte

  • Bedarfsermittlung im Reha-Prozess unter Berücksichtigung der Grundlagen des Bedarfsermittlungskonzepts
  • Die Begutachtung als Teil der Bedarfsermittlung
  • Instrumente zur Bedarfsermittlung: Gegenüberstellung und Unterschiede bei ausgewählten Reha-Trägern
  • Bearbeitung von Fallbeispielen in Arbeitsgruppen
  • Trägerübergreifender Praxisaustausch

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR)

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation

Kerstin Liewald
Tel.: 069 6050 1817
E-Mail: fortbildung@bar-frankfurt.de