35. Westdeutscher Betreuungsgerichtstag

14.03.2023
Bochum

Zum 01.01.2023 tritt die Betreuungsrechtsreform in Kraft. Im Frühjahr 2023 werden Sie allererste Erfahrungen gesammelt haben. Wie setzen Sie die Neuerungen um und wie kann die im Gesetzestext vorgesehene Stärkung der Selbstbestimmung in der betreuungsrechtlichen Praxis erfolgen? Der Wunsch nach mehr Qualität und die neuen Anforderungen an den Beruf müssen nun auf örtlicher Ebene umgesetzt werden.

Mit den Vorträgen und AG‘s möchten die Veranstaltenden Impulse für ihre betreuungsrechtliche Praxis geben und den fachlichen Austausch sowohl mit Kolleg:innen als auch mit betreuungserfahrenen Menschen ermöglichen.

Programm

Moderation: Barbara Dannhäuser

13:00 Uhr Plenum, Begrüßung
Prof. Dr. Andreas Bauer, Ev. Hochschule Bochum
Aktuelle Entwicklungen im BGT
Elmar Kreft, Geschäftsführer des BGT
13:15 Uhr Die Wünsche des Betreuten und die Grenzen der Wunschbefolgung
Annette Loer, Richterin am Amtsgericht Hannover, stellv. Vorsitzende des BGT
Vortrag, Fragen und Antworten
14:00 Uhr Selbstbestimmung bei hohem Unterstützungsbedarf und herausforderndem Verhalten
Wie kann die Selbstbestimmung und die Ausrichtung an den Wünschen auch bei Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf- und herausforderndem Verhalten in der Betreuungspraxis gelingen?
Dr. Christian Bradl – Vorstand der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft e.V. (DHG)
Vortrag, Fragen und Antworten
14:45 Uhr Kaffeepause - Netzwerken
15:15– 16:30 Uhr

Fachforen

AG 1: Kommunikation im Betreuungsverfahren

Neuformulierte Berichts-, Gesprächs- und Ermittlungsvorgaben erfordern eine Intensivierung der Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Welche Herausforderungen stellen sich und wie kann man ihnen begegnen?
Birgit Holtermann – Rechtspflegerin Amtsgericht Marl,
Agnes Schubert – Betreuungsrichterin Amtsgericht Witten

AG 2: Mehr Qualität in der beruflichen Betreuung

Das Registrierungsverfahren und der Sach-kundenachweis sind neue Instrumente, um das System der beruflich geführten Betreuungen zu verbessern. Für die Nachwuchsgewinnung in den Kommunen sind diese Regelungen eine Herausforderung.
Michael Römpke – Sprecher der örtl. Betreuungsbehörden Wesel,
Jürgen Thar – Berufsbetreuer

AG 3: Der Betreuungsverein nach der Reform

Bei der Gewinnung und Begleitung von ehrenamtlichen Betreuern und Betreuerinnen sind nach der Reform neue Aspekte zu berücksichtigen. In der Arbeitsgruppe möchten wir uns über erste Erfahrungen und notwendige Umsetzungsschritte austauschen.
Alexander Engel – Referent Diakonisches Werk RWL,
Ludger Schulten – Referent Caritasverband für die Diözese Münster,
Uli Dawin – Ehrenamtlicher Betreuer

AG 4: Selbstvertretung und politische Interessenvertretung

Der BGT e.V. möchte zukünftig auch Menschen mit Betreuungserfahrung verstärkt in die politische Interessensvertretung einbinden und Ihnen eine Stimme geben. Unser neues Projekt und auch die Möglichkeit zur Beteiligung werden in dieser AG vorgestellt.
Sara Falkenstein – Projektleiterin,
Dagmar Brosey – BGT-Vorsitzende,
Helga Steen-Helms – Projektgruppe u. a.

AG 5: Kooperation und Abgrenzung in der rechtlichen Betreuung

Was gehört in den Bereich der rechtlichen Betreuung? Wo fangen andere Hilfe an? Der Deutsche Verein hat eine Handreichung zum Verhältnis rechtlicher Betreuung und sozialer, pflegerischer sowie gesundheitlicher Unterstützung erstellt.
Anja Mlosch – Referentin des Deutschen Vereins

16:30 Uhr Abschlusspräsentation der Ergebnisse
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Betreuungsgerichtstag e. V. (BGT)

Betreuungsgerichtstag e. V.

Auf dem Aspei 42
44801 Bochum

Tel.: 0234 6406572
Fax: 0234 6408970
E-mail: bgt-ev@bgt-ev.de