133. Sozialmedizinisches Kolloquium

14.11.2018
Lübeck

In Deutschland leben bis zu 1 Mio. schwer psychisch kranke Menschen. Sie sind in besonderer Weise von Exklusion betroffen. Das betrifft besonders den Bereich Arbeit. Die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit ist für die meisten Menschen ein existenzielles Bedürfnis, aber auch ein Recht aller Menschen und ist in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die 2009 in Deutschland in Kraft getreten ist, verbrieft.

Frau Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health an der Universität Leipzig, referiert im Rahmen des 133. Sozialmedizinischen Kolloquiums über das Thema: "Was bringt schwer psychisch Kranke besser in Arbeit?".

Der Vortrag wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitssituation schwer psychisch Kranker Menschen in Deutschland. Zudem wird eine Übersicht zum internationalen Stand der Forschung gegeben, um die Frage zu beantworten, was schwer psychisch kranke Menschen besser in Arbeit bringt. Dabei wird ein besonderer Bezug zu qualitativ hochwertigen Studien aus dem deutschsprachigen Raum genommen. Abschließend werden auf dieser Evidenzgrundlage die aktuellen Empfehlungen der S3-Leitline "Psychosoziale Therapien bei schwer psychisch Kranken" vorgestellt.

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