Ageismus und Diskriminierung von älteren Menschen
10.09.2025
Berlin
Im Neunten Altersbericht der Bundesregierung mit dem Titel „Alt werden im Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen“ wird das Thema „Ageismus“ ausführlich behandelt. „Ageismus“ bezeichnet die ungleiche Beurteilung und Behandlung älterer Menschen auf Basis der Annahme, dass das höhere Lebensalter im Vergleich zu anderen Lebensphasen defizitär, unveränderlich und weniger wertvoll ist. Ageismus umfasst diskriminierendes Verhalten und strukturelle Gegebenheiten wie unpassende Altersgrenzen, aber auch stark vereinfachende, stereotype Vorstellungen über ältere Menschen und abwertende Einstellungen zu älteren Menschen (Altersbilder).
Bei der Fachtagung werden verschiedene Erscheinungsformen von Ageismus erläutert und es werden Ursachen sowie Folgen von Ageismus aufgezeigt. Auf diese Weise soll für Ageismus sensibilisiert werden. Außerdem sollen bei der Tagung Wege zum Umgang mit Ageismus sowie zur Verhinderung und zum Abbau von Ageismus aufgezeigt werden.
Die Fachtagung ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Jahr 2025 zum Neunten Altersbericht durchführt. Mit der Veranstaltungsreihe werden der Fachöffentlichkeit und interessierten Bürgerinnen und Bürgern Themen und Erkenntnisse des Neunten Altersberichts bekannt gemacht und die Diskussion über die im Neunten Altersbericht formulierten Empfehlungen gefördert.
Programm
| 10:00 Uhr | Begrüßung und Eröffnung der Tagung |
| 10:05 Uhr | Ageismus und Antidiskriminierung – aktuelle Herausforderungen Ferda Ataman (Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung) |
| 10:20 Uhr | Ageismus in den Köpfen – Altersbilder als Quelle von Selbstdiskriminierung aufgrund des Alters Prof. Dr. Klaus Rothermund (Friedrich-Schiller-Universität Jena) |
| 11:10 Uhr | Mit Stolz und Selbstbewusstsein gegen Ageismus – die Sensibilisierungskampagne „Das hohe Alter“ in Luzern Heidy Steffen (Forum Luzern60plus) |
| 12:00 Uhr | Mittagspause |
| 13:00 Uhr | Alter neu denken, Gesellschaft gestalten – Seniorenpolitik im Wandel Karin Prien (Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) |
| 13:15 Uhr | Altersgrenzen im Recht und das Verbot der Altersdiskriminierung – Herausforderungen für den Arbeitsmarkt Prof. Dr. Felipe Temming (Leibniz Universität Hannover) |
| 14:15 Uhr | Kaffeepause |
| 14:45 Uhr | Psychotherapeutische Interventionen zur Veränderung von verinnerlichtem Ageismus Felicia Hoppmann (MSB Medical School Berlin) |
| 15:30 Uhr | (Assistierte) Suizide im Alter – ein Ausdruck von gesellschaftlichem Ageismus? Prof. Dr. Eva-Marie Kessler (MSB Medical School Berlin) |
| 16:30 Uhr | Ende der Tagung |
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)
Geschäftsstelle für die Altersberichte der Bundesregierung
Deutsches Zentrum für Altersfragen (DZA)
Manfred-von-Richthofen-Straße 2
12101 Berlin
Tel.: 030 260740-86
E-Mail: altersberichte@dza.de
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Mitarbeiter Öffentlichkeitsarbeit
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