Teilhabe statt Ausgrenzung – gemeinsam gestalten!

108. Wissenschaftliche Jahrestagung

20.-21.03.2024
Berlin

„Suchtpatienten mag ich nicht und behandle ich nicht.“

Dieses leider aktuelle Zitat zeugt von der Abwertung und Stigmatisierung von Menschen mit einer in allen Gesellschaftsschichten verbreiteten psychischen Erkrankung. Die dahinterstehende Haltung stellt eine entscheidende Barriere für den frühzeitigen und angemessenen Zugang zur Behandlung und Gesundheitsversorgung dar. Die 108. Wissenschaftliche Jahrestagung des Bundesverbandes Suchthilfe e. V. (bus.) möchte ausloten, wie es gelingen kann, Brücken ins Hilfesystem zu bauen und für Personen, die selbst oder als Angehörige von substanz- und verhaltensbezogenen Störungen betroffen sind, gesellschaftliche Teilhabe zu garantieren.

In diesem Kontext werden Vorträge u. a. zu folgenden Themen angeboten:

  • Wege aus der Stigmatisierung von Menschen mit Substanzkonsumstörungen und Verhaltenssüchten
  • Leben mit FASD im Erwachsenenalter – Teilhabe ermöglichen
  • Die Macht der Imagination: Wie wir wahrnehmen und was wir daraus lernen können
  • Interkulturelle Aspekte im Gesundheitsbereich

Darüber hinaus behandeln die Arbeitsgruppen ein breites Themenspektrum. Von KI in der Suchthilfe über den aktuellen Stand der Cannabislegalisierung bis hin zu geschlechtlicher Vielfalt in der Suchtberatung oder der Behandlung von Patient:innen mit Mehrfachdiagnosen in der medizinischen Rehabilitation werden für jedes Setting aktuelle Fragen aufgegriffen.

Die der Tagung vorgeschalteten Fortbildungen vermitteln Kenntnisse u. a. zu psychotherapeutischen Behandlungsansätzen bei Internetnutzungsstörungen, Traumakonfrontation in der Rehabilitation und Genderpsychotherapie.

Außerdem wird im Rahmen der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Wolfram-Keup-Förderpreis 2024 verliehen.

Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.)

Simone Schwarzer

bus. | Bundesverband Suchthilfe e. V.
Wilhelmshöher Allee 273
34131 Kassel

Tel.: 0561 779351
E-Mail: simone.schwarzer@suchthilfe.de