31.01.2008

"Unterstützte Kommunikation im System der Gesundheitsversorgung" - Workshop vom 18. Januar 2008 in Frankfurt

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Beratungsstellen für Kommunikationshilfen e.V. (BKOM) veranstalteten am 18. Januar 2008 in Frankfurt gemeinsam einen Workshop, an dem Fachleute für die Heil- und Hilfsmittelversorgung von nichtsprechenden Menschen aus der ganzen Bundesrepublik teilnahmen.

Rund 70 Therapeuten, Pädagogen, Mediziner, Wissenschaftler, Vertreter der Leistungsträger und der Selbsthilfe nutzten diese Möglichkeit, sich über Praxiserfahrungen bei der Versorgung nichtsprechender Menschen auszutauschen. Erörtert wurden Fragen der unabhängigen Bedarfsermittlung und Beratung, der Einbindung der Unterstützten Kommunikation in die Gesundheitsversorgung und in die pädagogische Arbeit sowie Fragen der Finanzierung und beruflichen Zuordnung.

Unterstützte Kommunikation (UK) ist der in Deutschland verwendete Begriff für jede Art von Hilfen für Menschen, die nicht oder nur schwer verständlich sprechen können. Im englischen Original lautet der Begriff: "Alternative and Augmentative Communication" (AAC), was für lautsprachersetzende oder -ergänzende Kommunikation steht. UK ist nicht zu verwechseln mit Gestützter Kommunikation (FC).

Die DVfR und die BAG BKOM (Mitglied der DVfR) werden die zusammengetragenen Argumente und Überlegungen an die Politik und beteiligte Verbände weiter kommunizieren. Sie verfolgen damit das Ziel, mit allen Beteiligten Strategien für eine zügige Verbesserung der Versorgung nichtsprechender Menschen mit den Möglichkeiten der Unterstützten Kommunikation zu entwickeln.

Kommunikation hat eine Schlüsselfunktion für die Teilhabe, und der kleinste Fortschritt kann als großes Glück begriffen werden.

Dokumentation

Veranstaltungsbericht

Download der Referentenbeiträge

Begrüßung und Vorstellung DVfR und BKOM
Dr. Bärbel Reinsberg, stv. Geschäftsführerin der DVfR
Dr. Gregor Renner, 1. Vorsitzender der BAG BKOM

Eröffnung Dr. Reinsberg

Dr. Renner Vorstellung BKOM

Personenkreis mit Bedarf an Unterstützter Kommunikation und technischen Hilfen
Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Leitender Arzt, Rehabilitationszentrum Bethesda, Kreuznacher Diakonie, Bad Kreuznach / Leiter des DVfR-Ausschuss "Aktuelle Probleme der Heil- u. Hilfsmittelversorgung"

Dr. Schmidt-Ohlemann

Bedarfe und Effektivität von Unterstützter Kommunikation - Zahlen, Fakten, Hintergründe
Prof. Dr. Jens Boenisch, Universität Köln, Heilpädagogik

Prof. Boenisch

Teilhabe von nichtsprechenden Menschen - ethische Aspekte im sozialrechtlichen Zusammenhang
Prof. Dr. Ulrich Oskamp, Dortmund

Prof. Oskamp

Unterstützte Kommunikation aus Sicht betroffener Menschen
Prof. Arndt Raupach (Vater eines unterstützt kommunizierenden Kindes)

Prof. Raupach

Unterstützte Kommunikation aus Sicht des Fachgebietes HNO / Pädaudiologie / Phoniatrie
Prof. Dr. Ute Pröschel, Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln / Leiterin des DVfR-Ausschuss "Hör-, Stimm- und Sprachschäden"

Prof. Pröschel

Zur Konzeption der Beratung und Versorgung in Beratungsstellen (Beispiele)
Pit Staiger-Sälzer, Bad Kreuznach; Jörg-M. Lindemann, Berlin

Lindemann

Probleme in der Versorgung mit Hilfsmitteln aus der PG 16
Carla Grienberger, IKK-Bundesverband, Abteilung Verträge

Grienberger

Perspektiven einer Versorgungsstruktur mit Unterstützter Kommunikation von Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen
Dr. Gregor Renner, 1. Vorsitzender der BAG BKOM

Dr. Renner Perspektiven