Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland gestartet
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat die nach eigenen Angaben größte Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland eröffnet. Zusätzlich untersucht eine repräsentative Befragung, wie viele Menschen von Diskriminierung betroffen sind und was sie über den Schutz wissen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild von Diskriminierungserfahrungen in Deutschland zu gewinnen.
„Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Menschen immer unverblümter Rassismus, Antisemitismus, Frauenhass und anderen Abwertungen ausgesetzt sind, ist es wichtig, Betroffene sprechen zu lassen. Jeder Fall von Diskriminierung ist einer zu viel“, sagte die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, zum Auftakt der Befragung. „Mit der Umfrage wollen wir mehr Erkenntnisse darüber gewinnen, wie häufig und in welcher Form Menschen in Deutschland Diskriminierung erleben.“
Die Beratungsarbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeige, dass Diskriminierung jede und jeden treffen könne – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, Religion, sexueller Identität oder Behinderung. Unter dem Motto „Deine Erfahrung zählt“ sind alle Menschen ab 14 Jahren mit Diskriminierungserfahrungen eingeladen, sich an der Erhebung zu beteiligen.
Der Fragebogen ist online oder im Papierformat erhältlich. Er ist zunächst in Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Spanisch, Russisch, Polnisch, Ukrainisch, sowie in einfacher Sprache (über das Symbol der Weltkugel) abrufbar. Ab dem 24. November 2025 soll der Fragebogen auch in Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung stehen.
Eine Teilnahme an der Befragung ist bis zum 28. Februar 2026 möglich. Die Ergebnisse der Untersuchung werden voraussichtlich im Frühsommer 2027 veröffentlicht.
(Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes)