17.07.2019

Passgenaue Unterstützung für die häusliche Pflege: Pflegebevollmächtigter stellt Konzept des Pflege Ko-Piloten vor

Der Bundesbevollmächtigte für Pflege, Andreas Westerfellhaus, schlägt die Einführung eines sogenannten „Pflege Ko-Piloten“ vor. Damit meint er eine Art Vertrauensperson für die häusliche Pflege, die die „Kontrollbesuche“ vom Pflegedienst in den Haushalten ersetzen soll. Anfang Juli hat Westerfellhaus in Berlin ein Konzept dazu vorgelegt.

„Die häusliche Pflege braucht frühzeitige vertrauensvolle Beratung und Unterstützung. Nur so kann der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und der damit verbundene Paradigmenwechsel konsequent umgesetzt werden: weg von der Bevormundung der Pflegebedürftigen hin zu individueller Unterstützung bei der Gestaltung des Alltags mit Pflegebedürftigkeit“, so Staatssekretär Westerfellhaus.

Die Pflegebedürftigkeit stelle die Pflegebedürftigen und ihre Familien nicht nur vor viele Fragen, etwa nach Leistungen und Unterstützungsangeboten. Sie habe gerade bei häuslicher Pflege auch vielfach Konflikte, Abhängigkeiten, Momente der Verzweiflung und leider viel zu oft auch Aggressionen zur Folge, schreibt der Pflegebevollmächtige in einer Presseerklärung.

Es bedürfe daher eines niedrigschwelligen Angebotes, das neben fachlichen und rechtlichen Fragestellungen auch die Beziehungsebene in den Blick nehme, damit es Pflegebedürftigen und Pflegepersonen gelinge, für ihre individuellen Lebenskonzepte ein passgenaues Pflegesetting zu finden, so Westerfellhaus. Vergleichbar mit der Arbeit einer Hebamme soll der Pflege Ko-Pilot Pflegebedürftige und Pflegepersonen regelmäßig vertrauensvoll und unabhängig unterstützen und beraten – auch zu heiklen Themen wie Scham oder Wut.

Weitere Informationen:

(Quelle: Pressemitteilung des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, 05.07.2019)