16.11.2018

Engagement für Rehabilitation weltweit verankern

Sitzungen des Weltverbands Rehabilitation International in Berlin: Fast 100 Rehabilitationsexpertinnen und -experten des Weltverbands Rehabilitation International (RI, New York) kamen vom 2. bis 6. November 2018 in Berlin zusammen, um sich über die aktuellen Entwicklungen der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Ländern der Welt auszutauschen. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung und weiteren Gremiensitzungen erläuterten sie zudem aktuelle Aufgaben des Weltverbands.

Mitglieder von Rehabilitation International; Copyright: Disabled Persons FederationNach Berlin eingeladen hatten die beiden deutschen RI-Mitglieder, die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR), in Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Unterstützt wurden die deutschen Gastgeber durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Gäste aus aller Welt erwartete über die verschiedenen Sitzungen hinaus ein praxisorientiertes Rahmenprogramm. So besuchten sie Rehabilitationseinrichtungen in und um Berlin und erfuhren aus erster Hand, wie Rehabilitation in Deutschland organisiert und umgesetzt wird.

Im öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung am 5. November, der bei der DGUV stattfand und von Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Joachim Breuer eröffnet wurde, dankte die RI-Präsidentin Haidi Zhang aus China für die Gastfreundschaft und zeigte sich beeindruckt von den Entwicklungen in Deutschland zur Stärkung der Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinne einer inklusiven Gesellschaft. Trotz aller gesellschaftlichen Unterschiede sei das Voneinander-Lernen besonders wichtig. Haidi Zhang lud dazu ein, den von RI ins Leben gerufenen Afrika-Fonds zu unterstützen und gemeinsam mit afrikanischen Ländern Projekte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitswelt behinderter Menschen durchzuführen.

Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, griff bei der Veranstaltung Entwicklungen im deutschen Rehabilitations- und Teilhaberecht mit besonderem Blick auf das Bundesteilhabegesetz auf.

Als Vorsitzende des chinesischen Verbands behinderter Menschen (Disabled Persons Federation, CDPF) vertritt Haidi Zhang rund 80 Millionen Mitglieder. Am Rande der Meetings in Berlin vereinbarten der chinesische Behindertenverband und die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (International Social Security Association, ISSA), vertreten durch ISSA-Präsident Prof. Dr. Joachim Breuer, ihre Kooperationsbeziehungen zu intensivieren.

Zum Abschluss ihres Berlinaufenthalts nahmen viele internationale Gäste am Kongress der DVfR zum Thema „Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben“ teil. Zur Kongresseröffnung am 6. November berichtete Jan Monsbakken aus Norwegen, RI-Altpräsident, über internationale Herausforderungen und Chancen für Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt.

Der Repräsentant Dänemarks, Gunner Gamborg, lud zum nächsten RI-Weltkongress vom 8. bis 10. September 2020 nach Aarhus/Dänemark ein. Die Vision des RI-Kongresses ist es, Gesellschaften weltweit zu mobilisieren, um Rehabilitation als einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Wert zu etablieren. Inklusion müsse weltweit Selbstverständlichkeit werden.

Weitere Informationen zum RI-Kongress 2020 in Aarhus/Dänemark unter: www.riworldcongress2020.com

Pressemitteilung vom 16. November 2018 zum Download: Engagement für Rehabilitation weltweit verankern (PDF/252 KB)

Kontakt

Sylvia Kurth
Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR)
Maaßstraße 26
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 18 79 01-0
E-Mail: s.kurth@dvfr.de