26.11.2005

Betriebliche Prävention - was tun? - Bericht zur Tagung vom 18.11.2005 in Berlin

Auch diese zweite Veranstaltung "Betriebliche Prävention - was tun?" war mit über 250 Teilnehmern aus Betrieben, Verbänden, Politik sowie von Sozialversicherungen und Anbieter von Gesundheits-/Rehabilitationsleistungen sehr gut besucht.

Zwar war das Programm der Tagung bis auf wenige Änderungen bei den Referenten und den Info-Börsen-Angeboten identisch mit dem Tagungsprogramm vom 1. Juli 2005, dennoch kamen auch neue Aspekte beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement zur Sprache. Daran wurde deutlich, dass mit der Einführung des § 84 (2) SGB IX - Betriebliche Prävention - eine Entwicklung begonnen hat, deren Dynamik nicht nur anhält, sondern weiter an Schwung gewinnt.

Der Austausch von Ideen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement sei besonders wichtig, weil es vor allem darum gehe, die gesetzlichen Gestaltungsspielräume so zu nutzen, dass positiven Wirkungen für alle Beteiligten entstehen können, betonte Dr. Friedrich Mehrhoff (Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Mitglied der DVfR-Hauptvorstandes), der die Tagung leitete.

Herr Ministerialrat Wolfgang Rombach, stv. Leiter der Abteilung für die Belange behinderter Menschen im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMAS), begründete die Notwendigkeit betrieblicher Prävention anhand absehbarer demographischer und ökonomischer Entwicklungen. Er berichtete auch über Projekte, die im Rahmen der Initiative "job - Jobs ohne Barrieren" gefördert werden. Dr. Jürgen Wuttke von der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) unterstützt die gesundheitsfördernden Absichten und Ziele, die mit dem betrieblichen Eingliederungsmanagement verfolgt werden. Er warnte aber gleichzeitig vor Rechtsunsicherheit und Überreglementierung durch die gesetzliche Regelung im SGB IX und mahnt, die Rehabilitationsträger nicht aus ihrer vorrangigen Verantwortung für die Prävention zu entlassen.

Initiative "job - Jobs ohne Barrieren"

Die Tagung fand als weitere Schwerpunktveranstaltung der Initiative "job - Jobs ohne Barrieren" im Berliner Ludwig Erhard Haus statt.

Die Initiative bündelt das Engagement vieler Akteure aus Organisationen und Betriebe, die sich um Verbesserungen der Ausbildungs- und Beschäftigungssituation behinderter und schwerbehinderter Menschen sowie bei der betrieblichen Prävention bemühen. Die Internetseite der job-Initiative informiert über die Projekte und viele weitere Aktivitäten.

www.jobs-ohne-barrieren.de

Ziel der Berliner Tagung, die durch die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) organisiert wurde, war es, vor allem Klein- und Mittelbetrieben Informationen an die Hand zu geben, wie ein betriebliches Eingliederungsmanagement organisiert werden kann und welche Partner dabei unterstützend einbezogen werden können. 16 praxisbezogene Vorträge und auch eine Info-Börse mit 20 Informationsständen von Verbänden und Anbietern sozialer Dienstleistungen bestimmten das Programm der Tagung.

In einem Tagungsreader wurden die Kurzfassungen der Vorträge und der Präsentationen der Info-Börse zusammengefasst (siehe Download).

Einen ausführlichen Bericht zur vorangegangenen Tagung vom 1.7.2005 zum selben Thema finden Sie ebenfalls im Bereich Veranstaltungsberichte oder direkt über den folgenden Link:

Bericht zur Tagung vom 01.07.2005: "Betriebliche Prävention - was tun?"

Download

Tagungsreader "Betriebliche Prävention - was tun?"