06.02.2018

BAR legt Arbeitsentwurf „Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess“ vor

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) überarbeitet derzeit ihre „Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess“ aus dem Jahr 2014 und hat im Januar 2018 einen entsprechenden Arbeitsentwurf veröffentlicht. Grundlage ist Kapitel 4 des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) zur Koordinierung der Leistungen (§§ 14 ff. SGB IX n. F.).

Durch das BTHG gelten seit 2018 neue Regelungen zur Zusammenarbeit der Träger von Rehabilitationsleistungen. Die BAR hat die Aufgabe, die gesetzlichen Vorgaben in einer Gemeinsamen Empfehlung zu konkretisieren und auszugestalten. Der Arbeitsentwurf sieht daher zahlreiche durch das neue SGB IX erforderliche Ergänzungen, Konkretisierungen und Neuerungen der bisherigen Regelungen vor. Hierzu zählen u. a. die Teilhabeplanung sowie die Vereinbarung von Grundsätzen zur Bedarfsermittlung.

Der Reha-Prozess in sieben Phasen

Darüber hinaus werde das bisherige gemeinsame Verständnis der Rehabilitationsträger zum Rehabilitationsprozess mit seinen derzeit fünf Phasen um die Phasen „Zuständigkeitsklärung“ und „Leistungsentscheidung“ ergänzt. Diese Phasen waren bisher überwiegend in der eigenständigen Gemeinsamen Empfehlung zur Zuständigkeitsklärung geregelt.

Im Überblick umfasst der Rehabilitationsprozess nun sieben Phasen:

  • Bedarfserkennung
  • Zuständigkeitsklärung
  • Bedarfsermittlung und Bedarfsfeststellung
  • Teilhabeplanung
  • Leistungsentscheidung
  • Durchführung von Leistungen zur Teilhabe
  • Aktivitäten zum bzw. nach Ende einer Leistung zur Teilhabe

Das gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungs- und Zustimmungsverfahren zur Gemeinsamen Empfehlung startet im März 2018 und endet mit deren Inkrafttreten.

Auf der Webseite der BAR steht der Arbeitsentwurf als PDF zum Download zur Verfügung:

Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess (PDF)

Weitere Informationen auf der Webseite der BAR unter:

Pressemitteilung: „Arbeitsentwurf ‚Gemeinsame Empfehlung Reha-Prozess‘“

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