29.04.2021

Ausschreibung des Bundesteilhabepreises 2021

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) lobt zum dritten Mal den Bundesteilhabepreis aus – dieses Jahr zum Thema "Unterstützung, Assistenz, Pflege – gesellschaftliche Teilhabe auch in Corona-Zeiten". Mit dem Preis werden drei herausragende Gute-Praxis-Beispiele und Modellprojekte ausgezeichnet, die vorbildlich für einen inklusiven Sozialraum sind. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit schreibt den Preis im Rahmen der "InitiativeSozialraumInklusiv" (ISI) im Auftrag des BMAS aus. Interessierte können sich bis 21. August 2021 bewerben.

Wichtig sei die Übertragbarkeit der Projekte auf andere Kommunen oder Regionen sowie die Schaffung von mehr Teilhabechancen, erläutert das BMAS. Der mit dem Preis verbundene Anspruch sei eine gleichberechtigte und uneingeschränkte Teilhabe vor allem in den Bereichen selbstbestimmtes Wohnen, gesellschaftliche und politische Teilhabe, Bildung sowie Arbeit und Beschäftigung. Ziel sei ein umfassendes Unterstützungssystem, das vielfältige gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht und auf Ausnahmesituationen wie die Corona-Pandemie reagieren kann, um die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen aufrecht zu erhalten.

Zu der besonderen Bedeutung dieses Themas sagt Kerstin Griese, parlamentarische Staatssekretärin beim BMAS: „Deutschland hat sich zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Die selbstbestimmte Gestaltung des eigenen Lebens ist Kern der Inklusionspolitik. Dafür braucht es ein ausreichendes und vielfältiges Unterstützungsangebot. Egal ob niederschwellige Unterstützung im Alltag oder die klassische Assistenz im Rahmen der Eingliederungshilfe – Menschen mit Behinderungen müssen die Unterstützungsleistungen erhalten, die sie benötigen“.

Bewerbungen um den Preis

Das BMAS erläutert, dass sich Akteurinnen und Akteure bewerben können aus den Bereichen Unterstützung, Assistenz und Pflege, insbesondere Leistungsanbieter und Unterstützungsdienste, soziale und personenzentrierte Assistenzdienste, Anbieter spezieller Teilhabeprogramme, Tagesstätten, Verbände und Vereine, ehrenamtliche sowie sektorübergreifende Leistungserbringer, ebenso Anbieter von digitalen Lösungen sowie Kommunen und Regionen.

Gesucht werden Gute-Praxis-Beispiele, Modellprojekte oder bewährte Konzepte, die einen inklusiven Sozialraum trotz der COVID-19-bedingten Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten haben und zur Nachahmung anregen. Im Fokus der Bewerbung sollte die Ermöglichung der selbstbestimmten Teilhabe und der Alltagsbewältigung stehen.

Der Bundesteilhabepreis ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert (1. Preis 10.000 Euro, 2. Preis 5.000 Euro, 3. Preis 2.500 Euro). Eine unabhängige Fachjury wählt die Preisträger aus. Mitglieder sind mehrheitlich Vertreterinnen und Vertreter der Verbände von Menschen mit Behinderungen, zudem Expertinnen und Experten aus Kommunen und Ländern.

Die Webseite zum Bundesteilhabepreis bietet weitere Informationen zu der Auszeichnung sowie die Bewerbungsunterlagen und Teilnahmebedingungen in barrierefreier Form.

(Quellen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesfachstelle Barrierefreiheit / DRV Knappschaft-Bahn-See)