Grußwort für den DVfR-Kongress 2018 „Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – Herausforderung für Menschen, Systeme und Gesellschaft“

Die Teilhabe am Arbeitsleben ist der Schlüssel für die Teilhabe in unserer Gesellschaft. Ich setze mich deshalb dafür ein, dass schwerbehinderte Menschen von der positiven Beschäftigungsentwicklung genauso profitieren wie alle anderen. Und ich möchte, dass sich das bis zum Ende dieser Legislaturperiode bei den Arbeitslosenzahlen niederschlägt.

Was heißt das konkret? Noch befinden sich 60 Prozent der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen im Rechtskreis des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch. Wir werden in diesem Bereich in großem Umfang öffentlich geförderte Beschäftigung, einen sozialen Arbeitsmarkt, ermöglichen. Dabei geht es nicht um kurzfristige Maßnahmen, sondern um sozialversicherte Arbeit, die bis zu fünf Jahren unterstützt werden kann. Dafür haben wir vier Milliarden Euro bereitgestellt.

Zusätzlich werden wir mit einer Milliarde Euro – ebenfalls im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende – mit dem Bundesprogramm „rehapro“ innovative Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen erproben, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu sichern und – wo immer möglich – ihnen auch neue Beschäftigungschancen zu eröffnen.

Neue Chancen ergeben sich für Menschen mit Behinderungen aber nur dann, wenn sich auch die Einstellung in der Arbeitswelt ändert. Gemeinsam mit den Sozialpartnern werde ich einen Dialog darüber starten, wie wir Barrieren auch in den Köpfen abbauen können. Ich bin sicher, Ihr hochkarätig besetzter Kongress wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.

 

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Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales (Quelle: Susi Knoll)
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales (Quelle: Susi Knoll)

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales (Quelle: Susi Knoll)