24.02.2014

Phase E der Neuro-Rehabilitation als Brücke zur Inklusion – Positionen von Experten aus der DVfR zur Postakuten Rehabilitation und Nachsorge für Erwachsene mit erworbenen Hirnschädigungen –

In Deutschland sind jährlich bis zu 70.000 Erwachsene mit erworbenen Hirnschädigungen auf umfassende Teilhabeleistungen der neurologischen Rehabilitation „Phase E“ angewiesen. Die speziellen Bedürfnisse dieser Personengruppe finden gegenwärtig im Gesundheits- und Rehabilitationssystem keine ausreichende Berücksichtigung. Insbesondere fehlen wohnortnahe komplexe Leistungsangebote im Anschluss an die postakute stationäre Rehabilitation.

Ein Teil der betroffenen Menschen mit erheblichen Schädigungen des ZNS verzeichnet sehr schwer überwindbare Teilhabeeinschränkungen, die eine intensive Behandlung und Teilhabeförderung erfordern.  Diese Personengruppen weisen ausgeprägte, dauerhafte Beeinträchtigungen der Körperstrukturen, Funktionen und der Aktivitäten auf, wodurch im Zusammenwirken mit den Kontextfaktoren ihrer Lebenswelt die Teilhabe und Inklusion erheblich erschwert sind. Nach der stationären Rehabilitation brauchen sie speziell auf ihren Bedarf zugeschnittene, gut vernetzte und häufig auch langfristige medizinische und rehabilitative Angebote.

Das vorhandene Leistungsangebot der Phase E ist bislang auf wenige Elemente der medizinisch-beruflichen Rehabilitation beschränkt. Weiterentwicklungen wurden schon vor vielen Jahren angedacht, aber bisher weder umfassend definiert noch praktisch entwickelt.

Die DVfR sieht die Notwendigkeit, mit einem bedarfsgerechten Leistungsangebot der  Phase E der neurologischen Rehabilitation den wesentlichen Inklusionsschritt des Übergangs von der stationären medizinischen Rehabilitation in die individuelle Lebenswelt, mit Aufnahme der alltäglichen praktischen Verrichtungen zu Hause und im Beruf, zu unterstützen. Zielperspektive ist, eine umfassende Teilhabe und Inklusion zu erreichen. Deshalb definiert die DVfR die Phase E der Neuro-Rehabilitation als Brücke zur Inklusion. Die Gestaltung solcher Teilhabeleistungen erfordert neben hoher Fachkompetenz eine vernetzte Zusammenarbeit aller Akteure.

Zentrale Aspekte zur Umgestaltung und Erweiterung der Phase E der Neuro-Rehabilitation hat die DVfR in einer Stellungnahme „Phase E der Neuro-Rehabilitation als Brücke zur Inklusion“ veröffentlicht (s. Stellungnahme der DVfR vom 18.3.2013).

Das nun vorliegenden Diskussionspapier „Phase E der Neuro-Rehabilitation als Brücke zur Inklusion“ umfasst die ausführliche Expertise der beteiligten Experten. Darin werden die Vorschläge der kurz gefassten Stellungnahme der DVfR detailliert dargestellt und erläutert.

Das ausführliche Diskussionspapier von Experten aus der DVfR finden Sie hier.

Die Stellungnahme der DVfR (März 2013) mit den wichtigsten Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Phase E finden Sie hier.


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