17.10.2006

Für eine optimierte Versorgung mit Hilfsmitteln - Expertise der DVfR

Geeignete und funktionstüchtige Hilfsmittel sind für viele Menschen mit Behinderung notwendig, weil sie oft besonders wichtige Voraussetzungen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben darstellen. Ob eine Hilfsmittelversorgung erfolgreich ist, hängt jedoch nicht allein von der Verordnung, Genehmigung und den technischen Eigenschaften des Hilfsmittels ab, sondern die Qualität des Versorgungsprozesses insgesamt trägt entscheidend dazu bei.

Die DVfR hat in einer Expertise die wesentlichen Probleme beim Versorgungsprozess mit Hilfsmitteln (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) dargestellt. Sie zeigt zudem einige wichtige Handlungsbereiche auf, für die in einem nächsten Arbeitsschritt Lösungsansätze zügig erarbeitet werden sollen.

Aus verschiedenen Gründen erhalten nicht alle Versicherten die für die Teilhabe notwendigen Hilfsmittel - viele erhalten die Hilfsmittel nicht rechtzeitig, nicht bedarfsgerecht oder nur mit unverhältnismäßigem persönlichem Aufwand. Dies war für die DVfR Anlass, die Hilfsmittelversorgungsprozesse zu analysieren und in einer Expertise die wesentlichen Probleme beim Versorgungsprozess mit Hilfsmitteln (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) darzustellen. Die Expertise wurde im Ausschuss "Aktuelle Probleme der Heil- und Hilfsmittelversorgung" der DVfR (Leitung: Dr. med. M. Schmidt-Ohlemann) erarbeitet. Sie zeigt zudem einige wichtige Handlungsbereiche auf, für die Lösungsansätze zügig erarbeitet werden sollen.

Die Expertise soll die Diskussion innerhalb der Selbstverwaltungsgremien bzw. bei den Vertragspartnern im Hilfsmittelversorgungsbereich anregen sowie dem Gesetz- und Verordnungsgeber Unterstützung bei Entscheidungsfindungen bieten.
Die DVfR ruft alle im Hilfsmittelbereich zuständigen Verbände und Institutionen auf, sich an diesem Prozess der Gestaltung einer optimierten Versorgung mit Hilfsmitteln zu beteiligen und die Anregungen aus dieser Expertise auf ihre Realisierbarkeit hin zu prüfen und zügig umzusetzen. Die vorhandenen Ressourcen zu nutzen und auch neue Wege bei der Hilfsmittelversorgung zu gehen bietet die Gewähr, dass auch zukünftig wachsende Versorgungsbedarfe quantitativ und qualitativ bewältigt werden können.

Der Ausschuss der DVfR wird seine Arbeit fortsetzen und Lösungsvorschläge für die aufgezeigten Probleme im Hilfsmittelversorgungsprozess erarbeiten. Rückmeldungen an die DVfR zu Erfahrungen aller am Hilfsmittelversorgungsprozess Beteiligten, insbesondere von den Selbsthilfeverbänden der Menschen mit chronischer Krankheit und Behinderung, sind erwünscht, insbesondere um zeitnah auf aktuelle Entwicklungen im Hilfsmittelbereich reagieren zu können.

Die 29-seitige Expertise finden Sie als PDF-Datei im Downloadbereich.

Ansprechpartner: Frau Dr. Bärbel Reinsberg

b.reinsberg@dvfr.de

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DVfR-Hilfsmittelexpertise 2006


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