Teilhabe durch Rehabilitation für Menschen mit intensivmedizinischem Versorgungsbedarf

Die moderne Intensivmedizin macht es möglich, dass die meisten Menschen lebensbedrohliche komplikationsreiche Erkrankungen überleben. Jedoch führen Kostendruck im Krankenhaus und Kapazitätsprobleme auf Intensivstationen viel zu häufig dazu, dass die betroffenen Menschen in die lebenslange intensivmedizinische Pflege (oft mit Beatmung) entlassen werden, ohne Chance, ihr Verbesserungspotential auszuschöpfen. Ein unmittelbarer Übergang von der intensivmedizinischen Behandlung in die Rehabilitation ist aufgrund der weiterbestehenden schweren Schädigungen nicht möglich. Zur Verbesserung der funktionellen körperlichen, psychischen und kognitiven Leistungsfähigkeit und Förderung der Selbstbestimmung und Teilhabe der betroffenen Menschen kann Rehabilitation erheblich beitragen. 

Zur Umsetzung des sozialrechtlichen Anspruchs auf Rehabilitation und Teilhabe erarbeitet der Fachausschuss ein Konzept für die Rehabilitation funktionell schwerstgeschädigter Menschen, die zugleich noch auf weitere intensivmedizinische und pflegerische Versorgung angewiesen sind.

Ausschussleiter:

Armin Nentwig, Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not / Deutsche Wachkoma Gesellschaft, Amberg

Stellvertretender Ausschussleiter:

Prof. Dr. Dr. med. Paul W. Schönle, MATERNUS-Klinik für Rehabilitation, Bad Oeynhausen

Mitglieder:

  • Prof. Dr. Michael Ewers, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Berlin
  • Prof. Dr. Harry Fuchs, freiberuflicher Sozialrechtsexperte, unabhängiger Sachverständiger, Düsseldorf
  • Dr. Sabine Grotkamp, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen, Hannover
  • Prof. Dr. med. Dr. h.c. Volker Hömberg, Abteilung Neurologie des SRH Gesundheitszentrums Bad Wimpfen
  • Priv.-Doz. Dr. med. Volker Huge, Schön Klinik Bad Aibling/Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Nürnberg
  • Veronika Nelißen, DRK-Fachpflegeeinrichtung Mecklenburg-Strelitz/Bundesarbeitsgemeinschaft Phase F, Marl
  • Dr. Bärbel Reinsberg, Wilhelmsfeld
  • Dr. med. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation, Heidelberg
  • Dr. med. Karsten Siemon, Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft/Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung, Freiburg
  • Dr. med. Michael Westhoff, WeanNet/Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Berlin
  • Rainer Wolf, Pflegeheime Fichteneck, Braunlage
  • Dirk Wortelen, Evangelischer Krankenhausverein Emlichheim/Landesarbeitsgemeinschaft Phase F Niedersachsen