Deutsche Vereinigung für Rehabilitation
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Servicebereich

Der Beitrag der Mobilen Rehabilitation zur Bewältigung der Zukunft
Symposium am 6. und 7. November 2009 in Berlin
Mit dem Symposium am 6. und 7. November 2009 im Evangelischen Johannesstift Berlin wurde die Diskussion über Ziele und Strategien der Weiterentwicklung der mobilen Rehabilitation fortgesetzt. An diesem von der BAG Mobile Rehabilitation, der DVfR und weiteren Partnern gemeinsam veranstalteten Symposium nahmen Akteure der Mobilen Rehabilitation, Rehabilitationsexperten von Einrichtungsträgern, Sozialleistungsträgern, Sozial- und Fachverbänden sowie Vertreter der beiden Bundesministerien BMAS und BMG teil.
Hier gelangen Sie zum vollständigen Bericht zum Symposium.
Ergebnisse des Symposiums:
- Zunächst sollten alle Anstrengungen darauf konzentriert werden, den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, statt (methodisch) schwierige Wirtschaftlichkeitsnachweise zu verlangen.
- Ein betriebswirtschaftlicher oder volkswirtschaftlicher Nachweis darf nicht nur die Kosten-Nutzen-Relation auf der Ebene der Sozialleistungsträger betrachten, sondern muss die Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen und die Stützung der Familien einbeziehen. Der Teilhabebeitrag durch MoRe muss zudem in einen sozialethischen Diskurs auch im Zusammenhang mit den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention eingebettet sein. Eine Zukunftsaufgabe der Gesellschaft ist die Stärkung der primären sozialen Netze, und dazu kann MoRe beitragen.
- Die Anbindung von MoRe-Diensten an Einrichtungen oder Einbindung in Versorgungsverbünde ist sinnvoll und daher als Zukunftsaufgabe zu betrachten. Denn dadurch lässt sich die schwierige Anlaufphase nach der Gründung des Dienstes (Finanzierung, Personaleinsatz) sowie der Patientenzugang leichter organisieren.
- Um Gründungshemmnisse zu überwinden, ist vor allem auch Überzeugungsarbeit zu leisten. Der Verband der Ersatzkassen (vdek) wird zum Beispiel eine Umsetzungsrichtlinie zur Rahmenempfehlung „Mobile geriatrische Rehabilitation“ vorlegen, dies berichtete Herr Blatt.
- Mehrfach angesprochen wird das inhomogene, nicht kompatible Sozialleistungsrecht in Deutschland, das viele notwendige Anpassungen im Leistungsbereich hemmt; die ordnende Funktion des SGB IX ist nicht ausreichend wirksam.
- Die BAG MoRe verfolgt das Ziel, 20 neue MoRe-Dienste zu gründen. Mit diesen Erfahrungen sollte dann ein flächendeckender Ausbau erfolgen.
- Bei der Rahmenempfehlung zur Mobilen geriatrischen Rehabilitation besteht Weiterentwicklungsbedarf, entsprechende Handlungsfelder hat die BAG MoRe benannt.
- MoRe-Angebote sollten auf weitere Patientenkreise und auf andere Träger von MoRe-Diensten ausgeweitet werden.
- Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit muss der Ausbau von MoRe unterstützt werden; ebenso ist mehr Unterstützung durch die Selbsthilfeverbände erforderlich.
Als Vorsitzender der BAG Mobile Rehabilitation und der DVfR dankte Dr. Schmidt-Ohlemann allen Beteiligten für die wertvollen Impulse und die zugesagte Unterstützung zum bedarfsgerechten Ausbau der Mobilen Rehabilitation.
Downloads:
Der vollständige Bericht zum Symposium:
Veranstaltungsbericht
Präsentationen der Referenten:
30 Monate Gesetzesänderung – was hat sie bewirkt?
Präsentation Herr Dr. Winkler
Aktueller Stand Mobile Reha und Erfahrungen zur Wirtschaftlichkeit
Präsentation Dr. Schmidt-Ohlemann
Lohnt sich Mobile Reha betriebswirtschaftlich – volkswirtschaftlich?
Präsentation Dr. Schmidt-Ohlemann
Mobile Reha: Demographischer und Ökonomischer Rahmen
Präsentation Herr Reiners
Mobile Reha als neue Versorgungsform
Präsentation Frau Polak
Mobile Reha in der Neurologie aus Sicht der GKV
Präsentation Frau Dr. Grotkamp
Zukunftsbewältigung mit Mobiler Reha aus Sicht des MDS
Präsentation Herr Dr. Gronemeyer
Zukunftsbewältigung mit Mobiler Reha aus Patientensicht
Referat Frau Lorenz
Konzept und Fragen zur Wirtschaftlichkeit der MoGeRe
Präsentation Herr Wolters














