Aus den Stellungnahmen

DVfR fordert feste Verankerung von Rehabilitation in Wahlprogrammen

17.03.17

Anlässlich der im Herbst 2017 stattfindenden Bundestagswahl fordert die DVfR Politiker und Parteien dazu auf, das Thema Rehabilitation in ihre Wahlprogramme aufzunehmen. In einer Stellungnahme legt die DVfR dar, wie die Rehabilitation zur Bewältigung ökonomischer und sozialpolitischer Herausforderungen beiträgt.

Weit mehr als 10 Millionen Bundesbürger sind von gesundheitlichen Beeinträchtigungen, chronischen Krankheiten und Behinderungen betroffen und auf rehabilitative Maßnahmen zur Teilhabeförderung angewiesen. Rund 33,8 Milliarden Euro gaben die Leistungsträger im Jahr 2015 für Rehabilitation und Teilhabe aus. Die Ausgaben sind, unter anderem bedingt durch die demografische Entwicklung in den vergangenen 10 Jahren jährlich um 3% gestiegen.

Um die in der aktuellen Legislaturperiode auf den Weg gebrachten gesetzlichen Weiterentwicklungen wirksam werden zu lassen – z. B. die Flexi-Rente, das Präventionsgesetz, das Bundesteilhabegesetz oder die Pflegestärkungsgesetze – ist Rehabilitation ein unverzichtbares Instrument. Sie eröffnet Bildungs- und Entwicklungschancen, erhält Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit, hilft die Deckung des Fachkräftebedarfs zu sichern, den Bezug von Sozialleistungen zu vermeiden und fördert die Lebensqualität, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in unterschiedlichen Lebenslagen.

Damit stärkt Rehabilitation insgesamt die finanzielle und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Sozialsysteme, Länder und Kommunen und fördert außerdem die Umsetzung sozialpolitischer Ziele. Sie eröffnet sowohl ökonomische als auch gesellschaftliche Chancen.

Vor diesem Hintergrund fordert die DVfR die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen dazu auf, die Förderung der Rehabilitation und Teilhabe auch zukünftig aktiv zu unterstützen und dies in ihren Wahlprogrammen deutlich zu verankern.

undefinedBrief der DVfR zur Bundestagswahl 2017 (PDF, 99 KB)

undefinedStellungnahme der DVfR vom März 2017 (PDF, 89 KB)