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Bericht über den 21. Weltkongress von Rehabilitation International im August 2008 in Quebec, Kanada

03.04.09

Beim 21. Weltkongress von Rehabilitation International (RI) in Quebec im August 2008 wirkten viele Experten aus Deutschland als Referenten mit. In ihren Beiträgen gaben sie den Teilnehmern aus vielen Ländern der Welt einen Überblick über Entwicklungen in der Teilhabepolitik und Rehabilitation in Deutschland. Vorgestellt wurden u.a. neue Ansätze zu den Themen Persönliches Budget, ambulante medizinische Rehabilitation, Barrierefreiheit, Behindertensport und Betriebliches Eingliederungsmanagement.

Martin Schmollinger, Geschäftsführer der DVfR stellte die sozialökonomischen Rahmenbedingungen für Rehabilitation dar. Prof. Paul W. Schönle, Vorsitzender der DVfR, schilderte in seinem Referat ein sehr erfolgreiches Modell der Rehabilitation von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, das sich insbesondere durch ein möglichst frühzeitiges Einsetzen und die intensive Betreuung sowie eine stufenweise Entwicklung auszeichnet.

Das Instrument des persönlichen Budgets in Deutschland war Gegenstand des Vortrags von Ingo Nürnberger, alternierender Vorstandsvorsitzender der BAR. Marcus Schian (BAR) stellte in Vertretung von Dr. Regina Ernst den paradigmatisch beeinflussten Wandel der Rehabilitation dar, verdeutlicht am Beispiel der ambulanten medizinischen Rehabilitation.

Auch Vertreter der Rehabilitationsträger trugen zum Kongress Interessantes bei: Dr. Friedrich Mehrhoff (DGUV) berichtete über die internationale Disability-Management-Initiative und ihre in Deutschland entfalteten Aktivitäten, Thomas Keck stellte die Vielzahl von Aktivitäten der Deutschen Rentenversicherung Bund mit dem besonderen Schwerpunkt „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ dar.

Aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales präsentierte die Abteilungsleiterin Erika Huxhold einen Überblick über derzeit laufende bundesweite Initiativen zur beruflichen Eingliederung in Deutschland – mit der Vielfalt der beteiligten „Stakeholder“ im koordinierten Zusammenspiel („Jobs ohne Barrieren“, „50 plus“, „Gesunde Arbeit“ usw.).

Prof. Gudrun Doll-Tepper (Freie Universität Berlin) und Thomas Golka (Fürst Donnersmarck-Stiftung) stellten das vor einigen Jahren initiierte Gemeinschaftsprojekt der Donnersmarck-Stiftung und des Weltrats für Sportwissenschaft und Körper-/Leibeserziehung vor, das der weiteren Verbesserung der Hilfe in Krisengebieten dient und direkt nach der ersten Phase humanitärer Einsätze eingesetzt wird. Darin wird die Bedeutung von Sport als Mittel und Motivationshilfe zur Rückführung schwer betroffener Menschen in ein stabiles Leben unter Beweis gestellt.

Wolfgang Roos-Pfeiffer (von Bodelschwinghsche Anstalten Bethel) berichtete über neue Schwerpunkte in der Arbeit der Dienste und Einrichtungen seines Trägers, darunter die Unterstützung von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen im Entwickeln und Kommunizieren eigener Wünsche als Voraussetzung für ein möglichst selbstbestimmtes Leben.

Ein „Leuchtturmbeispiel“ inklusiver Erziehung stellte Rita Schaffrinna, Leiterin der Fläming Schule, Berlin, mit ihrer Präsentation von typischen Szenen aus dem Schulalltag vor.

Aus dem Bereich Barrierefreiheit und technisch unterstützte Teilhabe befasste sich Prof. Christian Bühler vom Forschungsinstitut Technologie und Behindertenhilfe, Wetter, mit Möglichkeiten und Chancen, die sich durch Standardisierung und Normung erschließen lassen.

Thomas Hänsgen, Geschäftsführer des Technischen Jugendfreizeit- und  Bildungsvereins (tjfbv), Berlin, konnte aus Gesundheitsgründen kurzfristig nicht wie geplant in Quebec anreisen. Er steuerte aber sein Referat über barrierefreies E-Learning für Alle schriftlich bei.

Dr. Christine Maurer, ärztliche Leiterin bei ReIntra in Unterföhring/Bayern, ein medizinisch-berufskundlicher Beratungs- und Reintegrationsdienst für Unfallverletzte, erläuterte das Arbeitskonzept ihrer Einrichtung.

Der  Bericht über den Weltkongress von M. Schian und M. Schmollinger sowie einzelne Redebeiträge der Referenten können im Downloadbereich heruntergeladen werden.

Martin SchmollingerRita Schaffrinna

 Wolfgang Roos-PfeifferProf. Dr. Gudrun Doll-Tepper

Downloads:

„ Ensuring a Society for All “ – 21. Weltkongress von Rehabilitation International im August 2008 in Quebec, Kanada
undefinedBericht über den Weltkongress von M. Schian und M. Schmollinger

  

Einzelne Redebeiträge der Referenten:

Sport und Bewegung im Katastrophenmanagement
undefinedVortrag von Prof. Gudrun Doll-Tepper und Thomas Golka

Paradigm change in the German social system, exemplified by the development of medical outpatient rehabilitation services
undefinedVortrag von Dr. Regina Ernst

National Policy Initiatives for a Vocational Stakeholders´ Joint Response to Improve Work Inclusion of Persons with Disabilities
undefinedVortrag von Erika Huxhold 

E-Learning für Alle – mit und ohne Behinderung
undefinedVortrag von Thomas Hänsgen 

Legal regulations in order to assess individual rehabilitation needs based on the WHO's ICF - Experience and outlook
undefinedVortrag von Hanno Irle 

Targeting the advantage for all: private insurers need ReIntra’s rehabilitation services
undefinedVortrag von  Dr. Christine Maurer 

Das Persönliche Budget in Deutschland: Ein Teilhabegewinn für behinderte Menschen und eine Chance für die Weiterentwicklung des Systems der Sozialen Sicherung
undefinedVortrag von Ingo Nürnberger

Fläming Primary School
undefinedVortrag von Rita Schaffrinna 

Principles to organize disability services between market economy, insurance mutuality, and a rights-based public response
undefinedVortrag von Martin Schmollinger 

Folien zum Vortrag: Principles to organize disability services between market economy, insurance mutuality, and a rights-based public response
undefinedFolien von Martin Schmollinger 


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