Ad-hoc-Ausschuss

Nutzung der ICF in der beruflichen Rehabilitation

(gegründet 2008)

Der Gesetzesauftrag nach § 10 SGB IX (individuelle, teilhabebezogene Erfassung von Leistungsbedarfen) verlangt auch in der beruflichen Teilhabe eine koordinierte Feststellung der erforderlichen Leistungen und die nahtlose Leistungserbringung durch die Leistungsträger. Dafür bietet die International Classification of Functioning. Disability and Health der WHO (ICF) den geeigneten methodischen Rahmen. Auf ihrer Grundlage können die vertragsnehmenden Leistungserbringer den Leistungsbedarf individuell und unter Beachtung der Kontextfaktoren im weit gehenden Konsens mit Leistungsberechtigten und Leistungsträgern beurteilen und erfüllen. Um die ICF auch für die bedarfsbezogene, gezielte Steuerung von Prozessen der Leistungserbringung, (einschl. Qualität, Effizienz) handhabbar zu machen, sucht dieser Ausschuss nach Wegen, wie die ICF bei beruflichen Rehabilitationseinrichtungen und -diensten möglichst einheitlich angewendet werden kann, z. B. auch in modularisierter oder vereinfachter Form. Dadurch kann eine höhere Transparenz und Vergleichbarkeit in diesem Sektor der Rehabilitation hergestellt und eine tragfähige Basis für leistungsgerechtere Beurteilung und Vergütung beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen entwickelt werden. Entsprechend sind auch hier Vertreter aller Leistungserbringer der beruflichen Rehabilitation, der Behindertenverbände, die Leistungsträger sowie Experten der Sozialmedizin aus der BAR, dem MDK und der Wissenschaft beteiligt.

Ausschussleiter:

Prof. Wolfgang Seyd
Universität Hamburg, Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik

Mitglieder:

Dr. Herbert Beims, Neurologisches Rehazentrum Friedehorst, Bremen
Dr. Wolfgang Cibis, Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, Frankfurt
Dr. Thomas Ewert, Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Uni München
Björn Hagen, Fortbildungsakademie der Wirtschaft, Ratzeburg
Prof. Dr. Walther Heipertz, Bundesagentur für Arbeit (korrespondierend)
Dr. Birgitt Höldke, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Berlin
Alfred Jakoby, LWV Hessen, Kassel
Jens Kaffenberger, Berlin/DBR (korrespondierend)
Heiko Kilian, BTZ Rhein-Neckar gGmbH, Wiesloch
Dr. Andreas Löhlein, BFW Michaelshoven, Köln
Thomas Lübke-Sommer, RPK Brücke SH, Kiel
Dr. Manfred Rohwetter, Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
Dr. Hans Martin Schian, Köln
Marcus Schian, BAR, Frankfurt/M.
Martin Schmollinger, Deutsche Vereinigung für Rehabilitation, Heidelberg
Manfred Schulte, Benediktushof Maria Veen, Reken
Dr. Michael Sperling, BBW Bremen
Eva Ullrich, BMAS, Berlin
Dr. Helmut Wallrabenstein, Bundesagentur für Arbeit, Regionalverbund Nord, Hannover
Petra Winkelmann, REHADAT/IW Köln


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